Glossar
A
Ablageort
Ablageorte in Prinect Production sind fest definierte Ordner, in denen Ressourcen (ICC-Profile, Preflight-Profile, dynamische Marken) und vorinstallierte Sequenz-Vorlagen abgelegt sind. Es können auch Auftrags-Ablageorte definiert werden. Ein solcher Ordner wird dann standardmäßig als Standardauftrags-Ordner vorgeschlagen. Auch können Hotfolder, die sich - abweichend vom Standard - außerhalb des Ordners "PTJobs" befinden, als "Hotfolder-Ablageort" definiert werden.
Acrobat Portfolio
Ab der Acrobat Version XI können mehrere PDF-Dateien - und auch zusätzlich Dateien anderen Typs - in einem "Acrobat Portfolio" zusammengefasst werden. Der "Prinect Normalizer" kann Acrobat-Portfolios entpacken und enthaltene PDF-Seiten in den jeweiligen Druckauftrag übernehmen. Die Bezeichnung der Seiten orientiert sich am Namen des Portfolios.
Aggregat
Ein Druckauftrag besteht in der Regel aus mehreren Arbeitsgängen. Damit ein Arbeitsgang von einer Maschine bearbeitet werden kann, wird immer mindestens ein "Aggregat" benötigt. Für eine Druckmaschine zum Beispiel das Aggregat "Druckwerk". Damit diese Druckmaschine auch Aufträge bearbeiten kann, die eine Veredelung (Lack) aufweisen, benötigt diese Druckmaschine noch das Aggregat "Lackwerk".
Analyze Point
"Analyze Point" ist ein Modul, das im Zusammenhang mit Prinect Production oder Prinect Business Betriebsdaten (Zeiten, bearbeitete Aufträge, Bediener etc.), die von entsprechend ausgerüsteten Maschinen (Druckmaschinen, Endverarbeitungsgeräte) erfasst wurden, analysieren kann. Mit Analyze Point und einem angeschlossenen MIS ist eine präzise Nachkalkulation der Druckaufträge möglich.
Anschnittrahmen (BleedBox)
Der "Anschnittrahmen" (BleedBox) stellt einen erweiterten Bereich um den "Endformat-Rahmen" (TrimBox) dar, bei dem bei vorhandenem Anschnittbereich der gesamte Seiteninhalt beschnitten wird. Ein Dokument, das einen Anschnitt erfordert, benötigt auch einen Anschnittrahmen. Der Anschnittrahmen ist immer größer als der "Endformat-Rahmen" (TrimBox) und kleiner als der "Medienrahmen" (MediaBox). Auf der gedruckten Seite können im Anschnittbereich Druck-, Falz- und Schneidemarken, Informationstexte o.ä. platziert sein.
Anschnitt (Bleed)
Der Zweck des "Anschnitts" (Bleed) bzw. der "Beschnittzugabe" ist es, zu vermeiden, dass beim Schneiden der gedruckten Seiten an den Schnittkanten unbedruckte ("weiße") Ränder entstehen. Hierzu werden die Seiteninhalte um einen bestimmten Bereich größer als das Seiten-Grundmaß (z. B. A4) gedruckt, sodass die Schnittkante innerhalb der bedruckten Fläche liegt. Die Maßangabe "Anschnitt" bestimmt, um welches Maß der Anschnittrahmen größer ist als der "Seiten-Endformatrahmen".
Arbeitsgang
Der Begriff "Arbeitsgang" bezeichnet einen einzelnen Bearbeitungsschritt im Druck-Produktionsprozess. Beispiele für Arbeitsgänge sind Plattenbelichtung, Druckmaschine einrichten, Drucken, Falzen, Schneiden etc.
Arbeitsvorgang
"Arbeitsvorgänge" sind lückenlos aufeinanderfolgende Zeitabschnitte im Produktionsprozess, welche die Vorgänge an einem Arbeitsplatz abbilden.
Archive System
Das "Prinect Archive System" ermöglicht es, die in Prinect Production definierten Aufträge auf externen Speichermedien zu archivieren. Wenn ein entsprechendes Speichermedium vorhanden ist und die Archivierungs-Software installiert ist, können Sie das Archivieren und Zurückholen von Aufträgen aus dem Prinect Cockpit heraus steuern. Hierzu stehen die Sequenz-Vorlagen "Archivieren" und "Zurückholen" zur Verfügung. Sie können die Archivierungs- und Zurückhol-Vorgänge wie eine Workflow-Sequenz parametrieren und benutzen. Archivieren Sie zum Beispiel einen Auftrag, indem Sie ihn an eine Archivierungs-Sequenz weiterleiten.
Archiver Pro
"Prinect Archiver Pro" ist eine Datenbank-Anwendung, die es erlaubt, Content-Daten für die Druck-Produktion zu speichern und zu verwalten.
Auftrag
Ein "Auftrag" bzw. "Job" ist ein Element in Prinect Production, das alle Inhalte, Grunddaten und Definitionen der Bearbeitungsschritte enthält, die für die Erstellung eines Kunden-Druckauftrags erforderlich sind. Zu den Grunddaten gehören z. B. die zu bearbeitenden Dokumente, Bogen-Layouts, Kundendaten, Bedruckstoffe etc. Die Bearbeitungsschritte werden in Form von wiederverwendbaren "Sequenzen" definiert. Jedem Auftrag können unterschiedliche Sequenzen zugeordnet werden. Jeder Auftrag erhält einen Namen und eine eindeutige Auftragsnummer.
Ausfallzeit
"Ausfallzeit" ist Zeit, in der keinerlei Produktionsleistung erbracht wird, obwohl die Beschäftigten bezahlt werden, z. B. Pausen, Betriebsversammlung usw.
Ausführungszeit
Die "Ausführungszeit" ist die Zeit, die zur Herstellung des Produkts benötigt wird.
B
BDE
"BDE" ist die Abkürzung für "Betriebsdaten-Erfassung". Entsprechend ausgerüstete Maschinen (Druckmaschinen, Endverarbeitungsgeräte) können ihre Betriebsdaten (Zeiten, bearbeitete Aufträge, Bediener etc.) an Prinect Production oder Prinect Business übertragen. Die Betriebsdaten können an andere angeschlossene Management Information Systeme weitergegeben und z. B. mit dem Modul "Analyze Point" detailliert ausgewertet werden.
Begleitpapiere
Als "Begleitpapiere" werden verschiedene Papiere bezeichnet, die eine Warenmenge (z. B. Paletten, Platten etc.) zur nächsten Warenstation (z. B. Druck oder Weiterverarbeitung) begleiten. Die Begleitpapiere beinhalten alle relevanten Informationen für die nächste Warenstation.
Beschnittzugabe
Mit der "Beschnittzugabe" ("Trim Allowance") wird definiert, um wieviel der Falzbogen größer ist als der Seiten-Endformat-Rahmen. So kann es z. B. erforderlich sein, vor dem Falzen die Seiten in der Größe der Falzbogen zu beschneiden, die Seiten zu falzen, und schließlich die Seiten auf die Größe des Endformat-Rahmens zu beschneiden.
Bildtiefenkompensation
Bei der Farbraumanpassung durch das Color Management werden alle L-Tiefen, die dunkler als Tintenschwarz sind, auf Tintenschwarz abgebildet, sodass die Tiefenzeichnung in diesem Bereich verloren geht. Die "Bildtiefenkompensation" verbessert den Wiedergabebereich bei der Farbraum-Transformation in den L*a*b*-Farbraum oder vom L*a*b*-Farbraum in den Geräte-Farbraum bei Verwendung des Wiedergabeverhaltens "Relativ farbmetrisch".
Bogeninspektion
Bei der "Bogeninspektion" führt die Prinect Inspection Toolbox einen Abgleich zwischen jeweils zwei von Prinect Image Control erzeugten Scans durch. Dazu wird der erste Scan von Prinect Image Control als Referenz hinterlegt. Alle nachfolgenden Scans werden mit der Referenz verglichen. Die Bogeninspektion dient dazu, permanente Beschädigungen des Druckbildes wie defekte Druckplatten oder Gummitücher, zu erkennen.
Bogenseite
Eine "Bogenseite" repräsentiert die Oberfläche eines Druckbogens. Beim Definieren eines Bogen-Layouts werden die zu druckenden Objekte auf einer Bogenseite platziert. Wird ein Bogen beidseitig bedruckt, werden ihm zwei Bogenseiten zugeordnet; eine für die Schön- und eine für die Wider-Seite.
Buchungskennzeichen
"Buchungskennzeichen" werden im Management Information System (MIS) verwendet, um für die Buchung relevante Elemente (Verbrauchsmaterialien, Arbeitszeiten etc.) zu identifizieren.
Buntheit
Die "Buntheit" (C*) beschreibt die Intensität oder Stärke der Farbempfindung. Sie beschreibt die Verschiedenheit einer Farbe von einer gleich hellen, unbunten oder neutralen Farbe und wird mit Begriffen wie "grau", "pastellfarben", "sehr bunt" usw. bezeichnet. Das Empfinden der Buntheit hängt stark von der Helligkeit ab - sehr helle und sehr dunkle Farbempfindungen haben eine geringe Buntheit.
Buntwert/Unbuntwert
Jede tertiäre Farbe oder Farbnuance ist in zwei Teile zerlegbar - in einen" Buntwert" und in einen "Unbuntwert". Der "Unbuntwert" ist der in der Mischfarbe enthaltene Grauanteil. Er besteht beim Buntaufbau mit idealen Druckfarben aus gleichen Anteilen von Cyan, Magenta und Gelb. Diese Anteile neutralisieren sich gegenseitig, löschen ihr Buntsein aus und erscheinen dadurch unbunt. Der Unbuntwert kann teilweise oder komplett bei idealen Druckfarben durch die Druckfarbe Schwarz ersetzt werden. Bei einer vollständigen Entfernung des Unbuntwertes spricht man von einem "Unbuntaufbau".
C
CDM
In Prinect Production werden die angeschlossenen Maschinen im "Zentralen Gerätemanager" konfiguriert und verwaltet. Der englische Begriff hierfür ist "Central Device Manager" oder abgekürzt "CDM".
CIE XYZ-System
Von der internationalen Beleuchtungskommission "Commission Internationale de l'Eclairage" (CIE) wurden im Jahr 1931 international einheitliche Standards für die Bewertung der Farbreize geschaffen. Dabei wurden Spektralwertfunktionen X, Y und Z mit imaginären Lichtquellen für einen Normalbeobachter definiert, dessen Augenempfindlichkeit etwa dem Durchschnitt der Bevölkerung entspricht. Der Verlauf der Y-Spektralwertkurve wurde dabei so gewählt, dass er der Helligkeitsempfindung des menschlichen Auges entspricht. Die Bewertung eines Farbreizes mit den Spektralwertfunktionen des farbmetrischen Normalbeobachters führt zu einer Farbvalenz mit eindeutiger Kennzeichnung der Farbe durch X-, Y- und Z-Farbwerte.
CIELAB-Farbraum
Die CIE hat 1976 die Grundlagen für den L*a*b*-Farbraum oder "CIELAB-Farbraum" geschaffen. LAB bezeichnet ein Farbkoordinatensystem, das eng an die menschliche Farbempfindung angelehnt ist. Der CIELAB-Farbraum wird aus der Helligkeitsachse L*, der Rot-Grün-Achse a* und Gelb-Blau-Achse b* gebildet. Der Farbraum ist annähernd empfindungsgemäß gleichabständig aufgebaut. Er kann durch eindeutige mathematische Beziehungen aus bzw. in den CIE XYZ-Farbraum umgerechnet werden. Der L*-Farbwert beschreibt die Helligkeit der Farbe und kann zwischen "0" für das absolute Schwarz und "100" für das Referenzweiß liegen. Die Farbkoordinaten a* und b*, die positive und auch negative Werte haben können, definieren die Buntheit.
CIP4-PPF
In der Druckvorstufe können bestimmte Informationen - z. B. zur Farbzonen-Steuerung - in Form von "CIP4-PPF"-Daten erzeugt und im gesamten Workflow modifiziert und schließlich von der Druckmaschine verarbeitet werden. Das CIP4 Print Production Format (PPF) wird von der CIP4-Gruppe (www.cip4.org) definiert und aktualisiert. PPF-Dateien werden über eine PPF-Import-Schnittstelle an Prinect Production übertragen.
Cockpit
Das "Cockpit" ist die Bedienoberfläche für die Prinect Production-Module "Integration", "Digital Print", "Prepress", "Postpress" und die Anwendungen "Analyze Point, "Auftragsänderungen" und "Scheduler".
Color Carver
Der "Color Carver" ist die "Engine", die im Prinect Workflow für das Farbmanagement zuständig ist.
CSV-Datei
Eine "CSV-Datei (Comma separated values)" ist eine Textdatei zur Speicherung oder zum Austausch einfach strukturierter Daten. In CSV-Dateien können Tabellen oder eine Liste unterschiedlich langer Datensätze abgebildet werden. Im Prinect Workfow werden CSV-Dateien z. B. zur Erzeugung von PDF/VT-Dateien genutzt. Hierbei enthalten die CSV-Dateien die variablen Inhalte, die dynamisch in die PDF/VT-Records eingesetzt werden.
D
Data Terminal
Das "Data Terminal" ist eine spezielle Workstation, mit der Maschinen, die nicht über eine interne Schnittstelle zur Prinect Systemumgebung verfügen, an den Prinect Workflow angebunden werden können. Mit dem Data Terminal können Sie Betriebsdaten zum Prinect Server senden.
DeviceLink-Profile
"DeviceLink-Profile" sind spezielle Farbprofile, die im Color Management benutzt werden. Device Link-Profile beschreiben eine Farbtransformation unter Umgehung des L*a*b*-Farbraums. Hierbei wird das normalerweise für den Übergang vom L*a*b*-Farbraum zum Ausgabegerät verwendete Ausgabeprofil überschrieben. Der Verzicht auf den Zwischenfarbraum L*a*b* erlaubt insbesondere eine kontrollierte Transformation des K-Auszugs.
DieLine
Die Sonderfarbe "DieLine" wird an der Prinect Signa Station im Markenlayer verwendet. Linien in dieser Farbe dienen zur Beschreibung der Seiten und des Bogenformats.
Dienst
Viele funktionale Elemente der Prinect Module sind als "Windows-Dienste" implementiert. Dienste besitzen in der Regel keine eigene Bedienoberfläche und werden im Hintergrund, ohne dass der Bediener hiervon etwas sehen kann, gestartet und ausgeführt. Die Prinect Dienste können in der Bedienoberfläche des Prinect Supervisors im Prinect Maintenance Center kontrolliert und bei Bedarf manuell gestartet oder gestoppt werden.
Digital Print Connector
Mit der Option "Prinect Digital Print Connector" werden Digitaldruckmaschinen anderer Hersteller an den Prinect Workflow angebunden. Es werden Digitaldruckmaschinen der Hersteller Ricoh, Hewlett Packard, Xerox, Canon und Kodak unterstützt. Die Anbindung dieser Digitaldruckmaschinen erfolgt über "Virtuelle Drucker". Dies sind Maschinen-Konfigurationen, die an der Bedienoberfläche des jeweiligen Druckmaschinen-Terminal-PCs konfiguriert werden.
Digital Front End
Das "Digital Front End" (DFE) ist das Prinect Modul "Digital Print", das den Digitaldruck steuert. Das Digital Front End unterstützt den Digitaldruck-Workflow in vollem Umfang für HEIDELBERG und Gallus Digitaldruckmaschinen und - mit Einschränkungen - für Digitaldruckmaschinen anderer Hersteller.
DFE
Das "DFE" (Digital Front End) ist das Prinect Modul "Digital Print", das den Digitaldruck steuert. Das DFE unterstützt den Digitaldruck-Workflow in vollem Umfang für HEIDELBERG und Gallus Digitaldruckmaschinen und - mit Einschränkungen - für Digitaldruckmaschinen anderer Hersteller.
Dongle
Der "USB-Dongle" muss aktiviert und am Lizenz-Server gesteckt sein. Nur mit einem aktivierten Dongle kann der Lizenz-Server die erworbenen Optionen dauerhaft frei schalten.
Druckbogen
Der Begriff "Druckbogen" ist in der Prinect Signa Station gleichbedeutend mit der Druckplatte (Schritt "Platten", Druckbogen-Inspektor). Der Druckbogen entspricht dem Plattenstandbogen mit platziertem Falzbogen.
DSC
"DSC"-Informationen - Document Structuring Convention - können in PostScript-Dokumenten enthalten sein. Mit diesen Informationen ist es möglich, beim Import von PostScript-Dateien Informationen über die Dokumentstruktur zu erhalten, ohne die Datei komplett interpretieren zu müssen. So kann z. B. ein Grafikprogramm die Größe eines EPS-Objekts ermitteln, ohne dass es einen internen Software-RIP benötigt, der erst einmal den gesamten PostScript-Code interpretiert und daraus die Größe berechnet.
E
Endformat-Rahmen (TrimBox)
Der "Endformat-Rahmen" (TrimBox) gibt die endgültige Größe der Seite nach dem Drucken und Zuschneiden an. Mit dieser Definition entspricht der Endformat-Rahmen dem Begriff "beschnittenes Endformat" an der Prinect Signa Station. Wenn ein PDF-Dokument einen Endformat-Rahmen enthält, sollten die Abmessungen des Endformat-Rahmens und des beschnittenen Endformats identisch sein. Der Endformat-Rahmen muss kleiner als der Anschnittrahmen (BleedBox) und der Medienrahmen (MediaBox) sein.
Engine
In Prinect werden die einzelnen Aufgaben von "Engines" ausgeführt. So gibt es z. B. Engines für das Überprüfenen der eingehenden Druckaufträge (Preflight), für das Farbmanagement, für das Rendern etc. Die Engines können auf einem zentralen Prinect Server oder auf mehreren dedizierten Engine-Rechnern installiert sein.
EPS
"EPS" (Encapsulated PostScript) ist ein geräteunabhängiger PostScript-Code, d. h. er enthält z. B. keine formatabhängigen Informationen.
F
Falzbogen
Ein "Falzbogen" ist dann definiert, wenn ein Falzschema Dimensionen erhält. In der Prinect Signa Station geschieht dies über die Zuordnung von Musterseiten bzw. Seitenformaten und den Abständen zwischen den Seiten (Kopf-, Fuß- und Seitenbeschnitte). Ein Falzbogen ist die "Haupteinheit" in der Weiterverarbeitung. Die gefalzten Bogen werden z. B. in die Anleger eines Sammelhefters gelegt. Der Sammelhefter sammelt dann die Bogen aus den Anlegern zusammen und heftet sie mittels Klammern (Rückenstichheftung). Ein Falzbogen enthält ein Falzschema, zugeordnete Seiten und Marken (Schneide-, Falz-, Flattermarken).
Falzschema
Ein "Falzschema" beschreibt die Falzprozedur, also die Art und Weise, wie in der Weiterverarbeitung der Bogen gefalzt werden soll. Ein Falzschema enthält keine Dimensionen. Es sagt nur aus, dass sich eine definierte Anzahl von Seiten auf einem Falzbogen befinden und wie sie gefalzt werden müssen.
Farbraum-Konvertierung
Eine "Farbraum-Konvertierung" dient grundsätzlich dazu, die Bild- oder Grafikdaten vom "Entstehungs"-Farbraum (z. B. dem Farbraum einer Digitalkamera) an den Farbraum des Ausgabegeräts oder -Prozesses (z. B. an den Farbraum einer Druckmaschine oder eines Farbdruckers) anzupassen.
Fertigungszeit
Die "Fertigungszeit" ist der Zeitaufwand, der unmittelbar für die Herstellung eines Druckauftrags verwendet wird. Fertigungszeiten sind produktive Zeiten. Man unterscheidet zwischen Rüstzeit, Ausführungszeit und sonstige Fertigungszeit.
Fortdruckinspektion
Als "Fortdruckinspektion" wird die Inspektion mit dem Inline-Bogeninspektionssystem "Prinect Inspection Control 2" bezeichnet. Dabei führt Prinect Inspection Control 2 während der Produktion einen laufenden Abgleich gedruckter Bogen mit einem in der Maschine erstellten "digitalen Referenzbogen" durch. Im Fortdruck wird jeder Bogen mit dem in Prinect Inspection Control 2 enthaltenen Kamerasystem aufgenommen und mit der digitalen Referenz verglichen.
G
Ganzlack
Eine als "Ganzlack" definierte Farbe wird nach dem Druck ganzflächig als Lack auf dem Druckergebnis (alle Farbauszüge) aufgetragen. Eine Ganzlack-Farbe wird bei der CTP-Ausgabe ignoriert (es wird keine Platte erzeugt), erhält aber trotzdem eine Farbkürzelzuordnung ohne dass sie einem bestimmten Farbauszug zugeordnet wird. Dementsprechend wird einem Ganzlack grundsätzlich keine Plattenproduktkennung zugewiesen.
Gamut
"Gamut" ist die Menge aller Farben, die ein Gerät (z. B. ein Monitor, Drucker, Scanner, Film) darstellen, wiedergeben oder aufzeichnen kann. Formal ist der Gamut der Körper im Farbraum, der mit dem jeweiligen Gerät durch innere Farbmischung nachgestellt werden kann.
Geräteklasse
Der Begriff "Geräteklasse" bezeichnet innerhalb des Druck-Workflows einen bestimmten Maschinentyp (Druckmaschine, Digitaldruckmaschine, Schneidemaschine, Falzmaschine etc.) bzw. andere Arbeitsprozesse, die im Druck-Workflow vorkommen (Vorstufe etc.). Geräteklassen werden im MIS zur Definition von Kostenstellen benötigt.
Gradation
Die "Gradation" (Tonwertwiedergabe) bestimmt den Zusammenhang zwischen der Originaldichte und der Reproduktionsdichte. Die Dichte bezeichnet das logarithmische Verhältnis des durchgelassenen Lichts bei Durchsichtvorlagen bzw. des reflektierten Lichts bei Aufsichtvorlagen zum auffallenden Licht.
Graubalance
Die "Graubalance" bestimmt, in welchem Verhältnis die drei bunten Druckfarben Cyan, Magenta und Gelb zueinander stehen müssen, damit graue Vorlagentöne in der Reproduktion auch grau, also neutral dargestellt werden. Die Graubalance ist abhängig vom Papier - dabei besonders von seinem Farbton -, von den Druckfarben und ihrer Farbstärke beim Druck, außerdem vom Druckverfahren und der Druckform. Magenta und Gelb setzen sich als Farbe visuell stärker durch als Cyan. Deshalb ist der Cyan-Tonwert in der Regel größer als der Magenta- und Gelb-Tonwert, damit ein neutraler Ton im Zusammendruck erreicht wird. Der Zusammendruck gleicher Mengen von Cyan, Magenta und Gelb ergibt einen bräunlichen Farbton.
Gruppen-Vorlagen
In "Gruppen-Vorlagen" sind mehrere einzelne Sequenz-Vorlagen zusammengefasst, die miteinander verbunden werden können. Indem Gruppen-Vorlagen neuen Druckaufträgen zugeordnet werden, können vordefinierte Workflow-Konfigurationen immer wieder verwendet werden.
H
Helligkeit
Die "Helligkeit" beschreibt die Eigenschaft einer Farbe, welche die von der Oberfläche reflektierte Lichtmenge angibt. Sie wird durch die Remission einer Oberfläche beeinflusst. Die Remission bezeichnet das Zurückwerfen des Lichts an Oberflächen nicht selbstleuchtender Körper. Die mikroskopisch feine Rauheit der Oberfläche bewirkt, dass kein Spiegelbild entsteht, sondern dass das Bild diffus (gestreut) zurückgeworfen wird. Die Helligkeit beschreibt die Intensität oder Stärke einer Lichtempfindung. Sie wird mit Begriffen wie dunkel, hell, sehr hell usw. bezeichnet. Farben mit gleicher spektraler Verteilung, aber unterschiedlicher Helligkeit, sind verschiedene Farben.
Hexachrome
PANTONE® "Hexachrome" ist ein Farbraum, der nicht aus den vier CMYK-Grundfarben, sondern aus den sechs Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz, Orange und Grün aufgebaut ist.
Hifi Color
"Hifi Color" ist ein Farbraum, der nicht aus den vier CMYK-Grundfarben, sondern aus den sieben Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz, Rot, Grün und Blau aufgebaut ist.
Hilfszeit
"Hilfszeit" ist die aufgewendete Zeit, die zur Herbeiführung und Erhaltung der Betriebsbereitschaft aufgewendet wird. Diese Zeit steht in keinem direkten Zusammenhang zu einem Auftrag.
Hotfolder
Ein "Hotfolder" ist ein Ordner im Dateisystem, der von einer Anwendung bzw. von einem Windows Dienst permanent auf Veränderungen überwacht wird. Werden Dateien eines entsprechend geeigneten Typs in einen Hotfolder kopiert, führt die Anwendung/der Dienst bestimmte Aktionen mit diesen Dateien aus. So kann z. B. in einer Qualify-Sequenz ein Hotfolder definiert werden. Alle PDF-Dateien, die in diesem Ordner abgelegt werden, werden automatisch von der Qualify-Sequenz bearbeitet.
I
ICC-Profil
Ein "ICC-Profil" (synonymer Begriff - Farbprofil) ist ein genormter Datensatz, der den Farbraum eines Farbeingabe- oder Farbwiedergabegeräts, z. B. Monitor, Drucker, Scanner etc., beschreibt. Ziel eines konsequent eingesetzten Farbmanagements ist, dass eine Vorlage, die mit irgendeinem Eingabegerät erfasst wurde, an einem beliebigen Ausgabegerät mit möglichst ähnlichen Farben wiedergegeben wird. Farbmanagement-Systeme können Geräte wie Scanner, Digitalkameras, Monitore, Drucker sowie Film- und Plattenbelichter aufeinander abstimmen. Die Farbe wird z. B. den Druckbedingungen entsprechend angezeigt. ICC ist hier die Abkürzung für das International Color Consortium, ein Zusammenschluss vieler Hersteller von Grafik-, Bildbearbeitungs- und Layoutprogrammen, 1993 gegründet mit der Absicht, eine Vereinheitlichung von Farbmanagement-Systemen zu erzielen.
Infozeile
Eine "Infozeile" (Slugline) ist eine Druckmarke, die manuell erstellte Texte enthält.
Integration-Modul
Das Modul "Integration" bezeichnet die umfassendste Variante von Prinect Production. Das Modul "Integration" kann in einem Offsetdruck-Umfeld, in einem Digitaldruck-Umfeld und in einem hybriden Offset- und Digitaldruck-Umfeld genutzt werden. In einem hybriden Workflow können Teile von Druckaufträgen im Digitaldruck und andere Teile im Offsetdruck ausgegeben werden.
Inspection Level
"Inspection Level" ist eine Ebene in PDF-Dokumenten, die "Inspection Control-Marken" enthalten. Diese Dokumente können von dem Druckmaschinen-Modul "HEIDELBERG Inspection Control" genutzt und die entsprechenden Marken ausgewertet werden.
J
JDF, JMF, XML
Die internen Informationen in Prinect werden in den Formaten "JDF" (Job Document Format) und "JMF" (Job Messaging Format) ausgetauscht. Diese Formate basieren auf der strukturierten Beschreibungssprache "XML" (Extended Markup Language) in einer speziell für die Druckvorstufe ausgelegten Ausprägung. Außer für die Auftrags-JDF-Daten wird das XML-Format auch für die Daten, die für die systeminterne Verwaltung benötigt werden, verwendet. So gibt es zum Beispiel für die Prinect Engines Konfigurationsdateien im XML-Format. Die Vorlagen für Sequenzen oder Sequenz-Gruppen werden ebenfalls als XML-Dateien gespeichert. Auch für Ressourcen wie zum Beispiel Bedruckstoffe oder Bogenlayouts werden XML-Dateien verwendet. Für die Informationsübertragung innerhalb des Prinect Systems wird das JMF-Format genutzt.
JPEG 2000
"JPEG 2000" ist eine Weiterentwicklung des ISO-Standards der JPEG (Joint Photographic Expert Group). Durch ein anderes Transformationsverfahren ("Wavelet") wird eine höhere Kompressionsrate bzw. eine bessere Qualität als bei den anderen Kompressionsmethoden erreicht. Das Komprimieren der Bilder im JPEG 2000-Verfahren benötigt relativ viel Zeit.
K
Kostenstelle
"Kostenstellen" werden in einem Management Information System benötigt, um einzelnen Bearbeitungsvorgängen im Druckprozess präzise Kosten zuzuordnen. Für die Definition einer gerätespezifischen Kostenstelle werden eine oder mehrere Geräteklassen einer Kostenstelle zugeordnet.
L
License Manager
Der "License Manager" ist die Bedienoberfläche zum Lizenz-Server. Im License Manager verwalten Sie die Lizenzen, schalten einzelne Lizenz-Optionen frei, sichern die vorhandenen Lizenz-Informationen, ordnen bestimmte Lizenzen einzelnen Arbeitsplatz-Rechnern zu etc.
Liefermenge
Im Fall von Aufträgen ohne Versionierung entspricht die "Liefermenge" der Auflage. Im Fall von Aufträgen mit Versionierung (sprachabhängige Anteile werden mit einem speziellen "Versionierungs-Workflow" bearbeitet) entspricht die Liefermenge der zu produzierenden Stückzahl pro Version. Die Summe der Liefermengen pro Version ergibt die Gesamt-Liefermenge bzw. Auflage.
Linearisierung
Im Prinect Umfeld ist mit dem Begriff "Linearisierung" die Normierung der Rasterpunktgrößen während der Druckplatten-Belichtung gemeint. Ein Zuwachs der Rasterpunkte entsteht hierbei durch Streulicht. Ungenauigkeiten in der Rasterpunktgröße führen zu Fehlern in der Farbtonwiedergabe. Die Linearisierung stellt sicher, dass der physikalische Punkt auf der Druckplatte die Größe hat, die zur korrekten Erzeugung des in der Vorlage definierten Tonwerts erforderlich ist.
Lizenz-Server
Als "Lizenz-Server" wird ein Rechner bezeichnet, auf dem die "Lizenz-Server-Software" installiert ist. Dies muss nicht zwangsläufig, kann aber derselbe Rechner sein, auf dem die Prinect Server-Software installiert ist. In großen Systemumgebungen, in denen sehr viele Prinect Produkte installiert sind, kann es sinnvoll sein, einen dedizierten Lizenz-Server zu installieren.
M
Marken
"Marken" sind Elemente (Linien, Kreuze, Kreise, Farbkontrollstreifen, Texte etc.), die auf einem Bogen-Layout in der Regel außerhalb des Seiten-Contents platziert werden. Je nach Verwendungszweck werden mehrere Arten von Marken unterschieden, z. B. Passer-, Schneide-, Falz-, Flatter-, Seiten- und individuelle Marken sowie Farbkontrollstreifen.
Masken-Rahmen (CropBox)
Der "Masken-Rahmen" (CropBox) definiert die Region, zu welcher der Inhalt der Seite zugeschnitten wird, wenn er angezeigt oder gedruckt wird. Anders als die anderen Format-Rahmen hat der Masken-Rahmen keine definierte Bedeutung im Zusammenhang mit der physikalischen Seitengeometrie oder dem beabsichtigten Gebrauch. Er legt lediglich das Zuschneiden des Seiteninhalts fest. Wenn keine anderen zusätzlichen Informationen vorhanden sind (z. B. Ausschießanweisungen per JDF- oder PJTF-Auftrag), bestimmt der Masken-Rahmen, wie der Seiteninhalt auf dem Ausgabemedium platziert wird. Der Masken-Rahmen ist kleiner als der Medienrahmen.
MDS
Der "MDS" (Master Data Store) oder "Stammdatenspeicher" erlaubt die zentrale Verwaltung von so genannten "Stammdaten" für das gesamte Prinect System. Stammdaten sind Informationen, die im Prinect Workflow an mehreren Stellen genutzt werden können, z. B. Kundendaten, Bedruckstoffe oder Farben.
Medienrahmen (MediaBox)
Der "Medienrahmen" (MediaBox) enthält alle Objekte einer Seite. Dazu gehören alle Texte, Bilder und Marken, die auf der Seite angezeigt werden oder die über den Rand der Seite hinausragen. Technisch gesehen definiert der Medienrahmen die Grenzen des physikalischen Mediums, auf dem die Seite gedruckt werden soll. Er kann neben der fertigen Seite Platz für Beschnittmarken, Farbstreifen u. a. enthalten. Der Medienrahmen ist der größte Format-Rahmen.
MIS
Der Begriff "MIS" ist die Abkürzung für "Management Information System". Ein Management Information System stellt in der Regel die Schnittstelle zu den Kundenaufträgen dar, ermöglicht Finanz- und Termin-Kalkulationen und kann - z. B. in Verbindung mit dem Modul "Analyze Point" - präzise Informationen aus der Betriebsdaten-Erfassung bereitstellen und Nachkalkulationen ermöglichen. Prinect Production ist optimal für die Zusammenarbeit mit Prinect Business ausgelegt, erlaubt aber auch die Anbindung anderer MIS-Produkte.
Montageblock
Ein "Montageblock" ist sehr ähnlich wie ein Falzbogen aufgebaut. Ein Montageblock ist eine Art Schema, das mit der gewünschten Anzahl und Verteilung der Nutzen belegt ist. Alle Nutzen eines Montageblocks haben das gleiche beschnittene Endformat (analog einer Musterseite im Falzbogen). Auch die Zwischenschnitte zwischen den Einzelnutzen können variabel bestimmt werden. Ein Montageblock wird nach dem Druck im Gegensatz zum Falzbogen nicht gefalzt, sondern in einer Schneidemaschine weiterverarbeitet.
Musterseite
Die "Musterseite" gibt das beschnittene Endformat der Seiten auf dem Druckbogen an. Außerdem können Angaben zum Typ (linke/rechte Seite), zu Materialzugaben und zur Platzierung der zugewiesenen Seiten vorgenommen werden. Durch die Zuordnung von Musterseiten zu einem Falzbogen (der Falzbogen ist Bestandteil eines Druckbogens) erhält der Falzbogen eine Bemaßung.
N
Normalisierung
Bei der "Normalisierung" werden PostScript-Dokumente interpretiert und in ein für die Bearbeitung geeignetes ("bereinigtes") PDF-Format umgewandelt. Der Prinect Workflow ist dafür ausgelegt, dass Dokumente ausschließlich im PDF-Format bearbeitet werden, d. h. alle Arbeitsschritte, die nach der Normalisierung durchgeführt werden, setzen voraus, dass die Dokumente im PDF-Format vorliegen. Für Dokumente, die bereits im PDF-Format vorliegen, wird der Normalisierungs-Arbeitsschritt in der Regel nicht benötigt, außer wenn Transparenzen reduziert werden sollen, PDF-Dokumente ins PDF/VT-Format konvertiert werden sollen oder zum Einbinden Japanischer Fonts.
O
Objekt-Rahmen (ArtBox)
Der "Objekt-Rahmen" (ArtBox) stellt einen Bereich einer Seite dar, in dem ein Objekt - z. B. eine Grafik - platziert werden soll. Der Objekt-Rahmen legt die Größe und die Position des Objekts innerhalb der Seite fest. Objekt-Rahmen entstehen z. B. dann, wenn eine Grafik in einem DTP-Programm auf einer Seite platziert wird und wenn dann das DTP-Dokument im PDF-Format gespeichert bzw. ins PDF-Format konvertiert wird. Der Objekt-Rahmen muss kleiner als der Anschnittrahmen (BleedBox) sein.
OFW
Die Abkürzung "OFW" steht für "Optimierter Farbworkflow". In diesem Workflow werden den Auftragsfarben die Druckfarben fest zugeordnet.
Operation
Der Begriff "Operation" bezeichnet einzelne Vorgänge im Druckprozess, z. B. das Einrichten, die Gutproduktion, Schneiden, Falzen etc. bzw. deren kostenrelevante Entsprechung im MIS. Dieser Begriff taucht häufig im Zusammenhang mit der Betriebsdaten-Erfassung auf, z. B. wenn den einzelnen Operationen im MIS bestimmte Kostenfaktoren zugeordnet sind und wenn diese Informationen zur Kostenkalkulation verwendet werden. In diesem Zusammenhang werden Operationen auch mit "BDE-Meldungen" (Betriebsdaten-Erfassungs-Meldungen) oder - im MIS - Kostenarten gleichgesetzt.
Output Intent
"Output Intents" sind Farbkonvertierungs-Anweisungen im PDF. Ein Output Intent beschreibt die Farbwiedergabe für das endgültige Zielgerät (z. B. eine Offset-Druckmaschine), mit dem ein PDF-Dokument letztendlich ausgegeben werden soll. Output Intents überschreiben Arbeitsfarbräume beim Anzeigen und Drucken. Die Farben im PDF-Dokument werden jedoch nicht konvertiert.
P
Papier (Bedruckstoff)
"Papier" (Bedruckstoff) ist der Druckbogen, der in der Druckmaschine bedruckt wird. Das Falzschema oder der Falzbogen muss auf das Papier passen.
PDF-Inspektion
Bei der "PDF-Inspektion" vergleicht die Prinect Inspection Toolbox einen Scan (ausgeführt von Prinect Inspection Control oder Prinect Image Control) mit einem Ganzbogen-PDF/TIFF-Dokument aus der Vorstufe. Die PDF-Inspektion stellt sicher, dass der Druckauftrag inhaltlich mit dem Kundenauftrag übereinstimmt und dient als Grundlage für die Freigabe zum Druck.
Plattenkennung (PlateID)
Die "Plattenkennung" (PlateID) wird im Cockpit erzeugt, sobald die Platten angelegt werden (Sequenz "Imposition Proof"). Diese Plattenkennung ist im System eindeutig und kann daher bei der Weiterverarbeitung verwendet werden, um Plattenstapel zu sortieren oder sie der vorgesehenen Druckmaschine zuzuordnen. Auch bei einer erneuten Plattenbelichtung, z. B. wenn auf einem Farbauszug Fehler festgestellt werden, kann die betreffende Platte mithilfe der Plattenkennung einfach gefunden und erneut belichtet werden. Die neu belichtete Platte erhält dann dieselbe Plattenkennung.
Plattenproduktkennung (PlateProductID)
Die "Plattenproduktkennung" (PlateProductID) wird von der Software erzeugt, in welcher der Auftrag angelegt wird. Dies kann beispielsweise Prinect Business sein oder eine Drittanbieter-Software. Weil die Plattenproduktkennung außerhalb des Cockpits erzeugt wird, kann nicht garantiert werden, dass sie im Prinect System eindeutig ist. Die Plattenproduktkennung wird vom Cockpit übernommen und kann hier auch bearbeitet werden.
Plattenstandbogen
Ein "Plattenstandbogen" beschreibt unterschiedliche geometrische Parameter, welche die Druckplatten-Ausgabe und auch die Offset-Druckausgabe beeinflussen. Dies sind unter anderem Parameter der Druckmaschine, wie z. B. das Plattenformat, das maximale Papierformat, der Greiferrand und der Druckanfang. Der Plattenstandbogen muss gewährleisten, dass die Belichtung innerhalb des belichtbaren Bereichs des CTP-Geräts und innerhalb des druckbaren Bereichs der Druckmaschine erfolgt. Der Plattenstandbogen entspricht dem Druckbogen ohne Falzbogen, also auch ohne Falzschemata und ohne eventuell nachträglich eingebrachte Marken.
PDF/VT
"PDF/VT"-Dokumente sind mehrseitige PDF-Dokumente, die für den Druck variabler Daten vorgesehen sind, z. B. für Serienbriefe. Solche Dokumente bestehen meist aus sehr vielen Seiten, welche in sogenannte "Datensätze" oder "Records" gegliedert sind.
PDF/X
"PDF/X" ist ein Datenaustauschformat, das alle Elemente enthält, die für eine Reproduktion im Druck erforderlich sind. PDF/X ist eine ISO-Norm für den sicheren Austausch digitaler Daten für die Druckvorstufe. Durch die Normierung des PDF nach festgelegten Kriterien können PDF-Dateien erstellt werden, die präzise den Anforderungen der Druckvorstufe entsprechen. PDF/X ist also ein PDF-Format für den speziellen Einsatz im Bereich Druckvorstufe.
Postpress-Modul
Das Modul "Postpress" verwaltet die automatisierte Endverarbeitung in einer Prinect Umgebung. Er unterstützt die Anbindung an ein MIS und die Module "Analyze Point" und "Scheduler".
PostScript XObjects
Spezielle Objekte, die nicht durch PDF beschrieben werden können, können als "PostScript XObjects" ins PDF eingebettet sein.
PPF, CIP4
In der Druckvorstufe können bestimmte Informationen - z. B. zur Farbzonen-Steuerung - in Form von "CIP4-PPF"-Daten erzeugt und im gesamten Workflow modifiziert und schließlich von der Druckmaschine verarbeitet werden. Das CIP4 Print Production Format (PPF) wird von der CIP4-Gruppe (www.cip4.org) definiert und aktualisiert. PPF-Dateien werden über eine PPF-Import-Schnittstelle an Prinect übertragen.
Prepress-Modul
Das Modul "Prepress" verwaltet die Druckvorstufe in einem Prinect Umfeld mit Ausgaben im Offset- und/oder Digitaldruck. Er unterstützt die Anbindung an ein MIS und die Module "Analyze Point" und "Scheduler".
Press-Modul
Das Modul "Press" verwaltet die automatisierte Druckmaschinen-Ansteuerung in einem Prinect Umfeld.
Primärfarbe
"Primär-" oder Grundfarben stellen die Basis der einzelnen Farbräume (CMYK, RGB etc.) dar. Durch Mischung der Primärfarben werden die anderen Farben der jeweiligen Farbräume erzeugt. Keine Primärfarbe kann durch Mischung anderer Primärfarben erzeugt werden.
Prinect Production
"Prinect Production" ist die Subscription-Variante von Prinect Integration. Diese Varianten enthalten die Module "Prepress", "Press", "Postpress" und "Digital Print".
Produktcode
Der "Produktcode" definiert ein einzelnes Produkt oder eine Gruppe von Produkten und kann die Informationen beinhalten, mit denen der Produktionsprozess des betreffenden Auftrags gesteuert wird (Auswahl der Bearbeitungs-Sequenzen, Produktart, Bedruckstoff, Auflage etc.). Der Produktcode ist ein obligatorischer Bestandteil eines "Smart Automation"-Workflows. Ein Produktcode kann aus einer Basis (Produkt, Produktgruppe) und einem dynamischen Teil zusammengesetzt sein und beschreibt dann die Eigenschaften des zugehörigen Auftrags nach JDF-Standard. Der Produktcode kann über verschiedene Kanäle an den Prinect Workflow übergeben werden (Webshop, MIS, CSV). Weitere Informationen finden Sie z. B. unter "Videotutorials" auf unserem Prinect Know How Server.
Proof Color
Die Farbe "ProofColor" wird an der Prinect Signa Station beim Erstellen des Signatur-Layouts für Objekte verwendet, die ausschließlich im Formproof-Ausdruck dargestellt werden sollen und nicht in der Belichter-Ausgabe.
Prozesskalibrierung
Im Prinect Umfeld ist mit dem Begriff "Kalibrierung" oder "Prozesskalibrierung" die Normierung der Rasterpunktgrößen im gesamten Druckprozess gemeint. Ein Zuwachs der Rasterpunkte entsteht beim Belichten der Druckplatten (durch Streulicht) und beim Bedrucken des Papiers in der Druckmaschine. Ungenauigkeiten in der Rasterpunktgröße führen zu Fehlern in der Farbtonwiedergabe. Während der Prozesskalibrierung werden die Rasterpunktgrößen auf dem jeweiligen Ausgabemedium (Druckplatte, Bedruckstoff) mit einem Plattenmessgerät bzw. einem Densitometer ausgemessen und mit den digitalen Soll-Vorgaben verglichen. Aus der Differenz ergeben sich Kalibrierkurven, mit denen die digitalen Vorlagen korrigiert werden können, sodass im Ergebnis die korrekten Punktgrößen auf den Ausgabemedien vorliegen. Die Kalibrier-Datensätze für die Prozesskalibrierung werden mit der Software "Prinect Calibration Manager" erstellt.
Prozessnetzwerk
Als "Prozessnetzwerk" wird eine Kombination aus Druckaufträgen, Bogen oder Bogen-Layouts und bogenverarbeitenden Sequenzen bezeichnet. Demzufolge müssen dem Auftrag Bogen oder Bogen-Layouts und entsprechende Sequenz-Vorlagen zugeordnet sein. Prinect Business oder JDF-kompatible MIS-Systeme legen solche Prozessnetzwerke in Prinect automatisch an. Manuell können Prozessnetzwerke mit der Prinect Signa Station und/oder dem Planungsassistenten erzeugt werden.
Prozessstandard
"Prozessstandards" sind Spezifikationen der Prozessparameter, die sowohl beim Erzeugen von Farbseparationen, Auszugsfilmen oder Druckplatten als auch für die Druck- oder Proof-Ausgabe angewendet werden sollen. Prozessstandards beinhalten unter anderem Farbwerte für Bedruckstoffe, Druckfarben und Tonwertzunahmen sowie Toleranzen. Referenzdateien sind auf einem Prozessstandard basierende Charakterisierungsdateien und Werte zur Kontrolle der Druck- oder Proof-Ausgabe.
PTConfig
"PTConfig" ist ein im Netzwerk freigegebener Ordner des Prinect Servers. Dieser Ordner enthält interne Komponenten des Prinect Systems, die auch anderen Prinect Workstations im Prinect Umfeld zur Verfügung stehen. Außerdem ist z. B. das Installationsprogramm für zusätzliche Cockpits in diesem Ordner verfügbar, sodass externe Cockpits per Netzwerk-Zugriff auf anderen Rechnern installiert werden können.
PTJobs
"PTJobs" ist ein im Netzwerk freigegebener Ordner des Prinect Servers. In diesem Ordner werden die im Prinect System bearbeiteten Auftragsdaten gespeichert. Hierbei wird eine bestimmte Ordnerstruktur verwendet, die die Struktur der Aufträge im Prinect Cockpit widerspiegelt.
R
Refrying
"Refrying" bezeichnet einen Vorgang, bei dem PDF-Dokumente ins PostScript-Format konvertiert und erneut ins PDF-Format zurückkonvertiert werden. Dieser Prozess kann genutzt werden um PDF-Dokumente, die sich nicht fehlerfrei im Prinect Workflow bearbeiten lassen, in bearbeitbare PDF-Dokumente zu konvertieren.
Renderer
Der "Prinect Renderer" ist eine "Engine", welche die vom Prinect Workflow bearbeiteten PDF-Dokumente "rendert", also für das vorgesehene Ausgabegerät (CTP-Gerät, TIFF-B-Ausgabe, Digitaldruckmaschine) aufbereitet. Der Renderer erzeugt im Falle der Druckplatten-Belichtung Raster-Dateien, die dann von einem nachfolgenden "Engine Manager" (z. B. Speedway Engine Manager, Tiff-B Engine Manager) an das angeschlossene Ausgabegerät übertragen werden. Werden Digitaldruckmaschinen angesteuert, werden die Daten des Renderers von der Bedienstation der Digitaldruckmaschine (z. B. Prinect Digital Frontend, Fiery) verarbeitet und an die angeschlossene Druckmaschine übermittelt.
RIP
"RIP" ist die Abkürzung für den Begriff "Raster Image Processor". Ein RIP ist eine Funktionseinheit, die Auftrags-PDF-Daten in Raster-Daten für ein CTP-Gerät umrechnet. Im Prinect Workflow mit angeschlossenem Suprasetter stellt z. B. die Kombination aus Renderer und Speedway Engine Manager die Funktonseinheit eines RIPs dar.
Rüstzeit
Die "Rüstzeit" ist die Zeit, die zum Einrichten der Produktionsanlage zur Ausführung eines Auftrags benötigt wird.
S
Sammelauftrag
"Sammelaufträge" ("Gang Jobs") werden genutzt, um mehrere Druckaufträge gemeinsam auszuschießen und so die Bogen-Layouts optimal auszunutzen, indem Seiten aus unterschiedlichen Aufträgen gemischt und so platziert werden, dass die Aufträge mit minimalem Verschnitt produziert werden können. Sammelaufträge spielen insbesondere in einem "Web-to-Print-Workflow" eine große Rolle.
Sammelproof
Der "Sammelproof" oder "Scatterproof" stellt eine Betriebsart für die Proof-Ausgabe dar, in der mehrere Objekte (Seiten) für die Ausgabe in einem Pool gesammelt werden, bis sie - optimiert angeordnet - mit möglichst wenig Verschnitt das Bogenformat des Proofers ausfüllen. Dann werden die Proof-Bogen ausgegeben.
Scheduler
Der "Scheduler" stellt eine "elektronische Plantafel" dar. Er ist ein mächtiges Werkzeug zur Termin- und Ressourcen-Planung. Die für die Planung erforderlichen Basisdaten - Liefermengen, Termine, Ressourcen etc. - erhält der Scheduler von einem angeschlossen Management Information System (MIS) oder vom Planungsassistenten.
Schwarz drucken
Schwarz wird häufig verwendet, um den Dichteumfang zu erhöhen. Ein anderer Grund, "Schwarz zu drucken", liegt im erhöhten Schärfeeindruck der Reproduktion, wenn ihre Konturen mit möglichst nur einer (starken) Farbe mit einem Raster durchgezeichnet werden. Ein Bild, dessen Grautöne hauptsächlich mit Schwarz aufgebaut werden, ist unempfindlicher gegenüber Farbschwankungen in der Druckmaschine. Außerdem sind die Buntdruckfarben teurer als die Druckfarbe Schwarz. Also ist es naheliegend, den Buntfarbenanteil durch Schwarz zu ersetzen, der ohnehin Grau ergeben würde. Von Nachteil ist jedoch die erhöhte Auffälligkeit von Rasterrosetten in so genannten Tertiärtönen, also Mischfarben dritter Ordnung aus gleichen oder ungleichen Anteilen der drei Buntdruckfarben.
Sekundärfarben
Mischfarben erster Ordnung nennt man "Sekundärfarben". Sie sind zu gleichen oder ungleichen Anteilen aus zwei Primärfarben gemischt, z. B. Rot aus Magenta und Gelb oder Orange aus viel Gelb und wenig Magenta.
Service Scout
Mit dem "Service Scout" können Informationen über den laufenden Betrieb des Prinect Systems dem HEIDELBERG Service zur Verfügung gestellt werden.
Signa Station Server
Die "Prinect Signa Station Server-Software" ist ein Prinect Modul, mit dem die Funktionen der Ausschieß-Software "Prinect Signa Station" ohne eigene Bedienoberfläche genutzt werden können. Prinect Signa Station Server wird z. B. genutzt, beim Import von Aufträgen aus einem MIS (Management Information System) automatisch ein passendes Layout zu generieren bzw. zu vervollständigen. Hierbei arbeitet Prinect Signa Station Server im Hintergrund ohne Benutzereingriff.
Smart-Vorlagen
"Smart-Vorlagen" sind Gruppen von Sequenz-Vorlagen, die für automatisierte Prozesse, wie sie z. B. im Web-to-Print-Umfeld vorkommen, alle für einen Workflow benötigten Arbeitsschritte zusammenfassen. Im Unterschied zu Gruppen-Vorlagen, die aus vollständig parametrierten Sequenz-Vorlagen aufgebaut sind, enthalten Smart-Vorlagen lediglich Platzhalter für die unterschiedlichen Sequenzarten, die in der Reihenfolge der Auftragsbearbeitung miteinander verbunden sind. Durch im Produktcode enthaltene Informationen werden zum Zeitpunkt der Produktion die passenden "realen" Sequenz-Vorlagen automatisch herangezogen.
Sonderfarbe "All"
Die Sonderfarbe "All" wird für Markierungen eingesetzt, die in allen Separationen ausgegeben werden sollen, z. B. Beschnittmarken und Passkreuze. Für Objekte, die zum Seiteninhalt des Endprodukts gehören, wie Grafiken oder Text, sollte diese Farbe nicht verwendet werden.
Sonstige Fertigungszeit
"Sonstige Fertigungszeiten" sind weder Rüstzeiten noch Ausführungszeiten, können einem Auftrag aber direkt zugeordnet werden. Dazu gehören z. B. Trocknungszeiten oder Warten auf Kunden.
Stammdatenspeicher
Der "Stammdatenspeicher" erlaubt die zentrale Verwaltung von so genannten "Stammdaten" für das gesamte Prinect System. Stammdaten sind Informationen, die im Prinect Workflow an mehreren Stellen genutzt werden können, z. B. Kundendaten, Bedruckstoffe oder Farben.
Spotlack
Eine als "Spotlack" definierte Farbe wird nach dem Druck auf eine bestimmte Farbseparation als Lack aufgetragen, d. h. der Lack wird einer bestimmten Druckfarbe zugeordnet. Von einem Spotlack wird keine Druckplatte erzeugt, jedoch wird ein Spotlack einer Druckplatte zugeordnet. Demzufolge wird einem Spotlack im Prinect Workflow automatisch eine Plattenproduktkennung zugewiesen.
Sujet
Als "Sujet" wird das umschließende Rechteck um die bedruckte Fläche auf dem Bogen bezeichnet.
Sujet-Abstand
Mit "Sujet-Abstand" ist im Arbeitsschritt "Digitaldruck" der Abstand des Sujets zum "Bezugspunkt" des Druckbogens gemeint. Der Bezugspunkt unterscheidet sich, je nachdem ob Bogen- oder Rollenmaterial bedruckt werden soll. Für Bogenmaterial befindet sich der Bezugspunkt mit den Koordinaten (0,0) in der linken, unteren Ecke des Bogens, d. h. der Sujet-Abstand ist der Abstand zwischen der linken, unteren Ecke des Sujets zum Bezugspunkt. Für Rollenmaterial befindet sich der Bezugspunkt mit den Koordinaten (0,0) in der linken, oberen Ecke des Bogens. Entsprechend ist der Sujet-Abstand der Abstand zwischen der linken, oberen Ecke des Sujets zum Bezugspunkt.
Supervisor
Der "Supervisor" ist ein Prinect Element, das die Prinect Dienste und Engines, die keine eigene Bedienoberfläche besitzen, startet oder beendet. Normalerweise startet der Supervisor alle Dienste und Engines automatisch beim Starten des Betriebssystems. Im Prinect Maintenance Center kann die Bedienoberfläche des Supervisors aufgerufen werden. Dort können die Dienste und Engines bei Bedarf auch manuell gestoppt bzw. gestartet werden.
T
Teilprodukt
"Teilprodukte" sind einzelne Bestandteile eines Druckauftrags, z. B. Umschlag und Innenteil, die eventuell in unterschiedlicher Weise (auf unterschiedlichen Bedruckstoffen oder im Offset- bzw. Digitaldruck) ausgedruckt werden sollen.
Tonwertzunahme
Die "Tonwertzunahme" (Punktzuwachs) bezeichnet die Vergrößerung der Rasterpunkte durch den Druck oder durch die Druckplattenbelichtung. Ein Bild kann dadurch dunkler (voller) erscheinen und/oder es kann eine Farbverschiebung auftreten. Die Tonwertzunahme ist abhängig vom Druckverfahren, dem verwendeten Papier bzw. Druckmedium und der Druckfarbe. Außerdem hängt die Tonwertzunahme von den Einstellungen an der Druckmaschine sowie von den Rastereinstellungen ab. Das hat zur Folge, dass für Druck- und Proofausgaben unterschiedliche Tonwertzunahmen entstehen. Die Tonwertzunahme ist die Abweichung von der idealen Druckkennlinie.
Transferfunktionen
"Transferfunktionen" sind Elemente, die im PDF-Code enthalten sein können. Sie werden für künstlerische Effekte und zur Korrektur der Eigenschaften eines bestimmten Ausgabegeräts verwendet. So kann ein Dokument, das für die Ausgabe auf einem bestimmten Belichter vorgesehen ist, beispielsweise Transferfunktionen enthalten, welche die durch diesen Belichter erzeugte Tonwertzunahme ausgleichen. Mit Transferfunktionen können die Farben einzelner Seitenelemente durch zusätzliche Anweisungen im PDF-Code der Dokumente modifiziert werden.
Trapping
Die "Trapping"-Funktionalität wird benötigt, um Blitzer oder Farbränder, die durch Passerfehler beim Übereinanderdrucken mehrerer Farbauszüge entstehen können, zu kaschieren. Blitzer entstehen beispielsweise durch Ungenauigkeiten bei der Filmmontage oder durch nicht perfekt justierte Druckwerke. Auch der Papierverzug durch mechanische Einwirkung, Temperatur und Feuchtigkeit (Luft sowie Druckfarben) begünstigt Blitzer. Sind die benachbarten Farbflächen relativ dunkel, ist auch ein sehr schmaler Blitzer auffällig und nicht zu übersehen. Die einfachste Art, Blitzer zu vermeiden, wird durch "Überfüllen" der jeweils "helleren" Farbe erreicht. Beim Zusammendruck überlappen sich die Farben etwas und es können bei geringfügigen Verschiebungen keine Blitzer auftreten.
Trap
Als "Trap" oder "Trap-Linie" werden die Linien bezeichnet, die beim Trapping als Unter- oder Überfüllungslinien erzeugt werden.
U
UCR
Bei der "Unterfarbreduktion (UCR - Under Color Removal)" werden an dunklen und neutralen Bildstellen die Anteile von Cyan, Magenta und Gelb zugunsten einer entsprechenden Menge Schwarz reduziert. Aus diesem Grund ändert sich der Schwarz-Aufbau (Anteil der Farbe Schwarz im CMYK) gegenüber einer Druckausgabe ohne UCR. Hierdurch wird zum Aufbau eines Farbtons insgesamt weniger Farbe benötigt, d. h. die Flächendeckung ist geringer. Dadurch ist die Grauachse stabiler. Im Druck entstehen weniger Probleme bei der Farbannahme. Da weniger Buntfarben benötigt werden, können Kosten eingespart werden.
V
Variante
Der Begriff "Variante" hängt eng mit dem Begriff "Aggregat" zusammen. Ein Aggregat ist z. B. ein Druckwerk einer Druckmaschine. Wird ein Druckwerk mit einem Lackierwerk (weiteres Aggregat) kombiniert, erhält man eine "Variante". Varianten stellen also bestimmte Maschinenkonfigurationen dar. Varianten und Aggregate werden insbesondere in einem MIS zu Kalkulationszwecken benötigt.
VDP
Der Begriff "VDP" steht für "Variable Data Printing". VDP/PDF-Dateien enthalten variable Inhalte, insbesondere Textmarken mit variablen Anteilen, Barcodes oder Bilder. VDP/PDF-Dateien können mit der Prinect PDF Toolbox erzeugt werden. Sie werden häufig im Digitaldruck für die variable Prozesssteuerung eingesetzt.
Verbund
Ein "Verbund" ist die Zusammenfassung aller in System vorhandenen funktionalen Elemente ("Engines") eines Typs. So kann ein Verbund "ImpositionProofer" alle im System vorhandenen und konfigurierten Proofgeräte (oder "Engines" vom Typ "ImpositionProofer") enthalten.
Verdrängung
Der Begriff "Verdrängung" beschreibt eine Verschiebung von Seiten infolge der Papierdicke. Verdrängung entsteht beim Heften oder Binden von Seitenstapeln, z. B. beim Aufeinanderlegen und Falzen der Bogen für die Rückenstichheftung. Im Arbeitsschritt "Digitaldruck" kann z. B. die Verdrängung zwischen zwei aufeinander folgenden Seitenpaaren durch Einstellen eines entsprechenden Verschiebungs-Wertes kompensiert werden, sodass die Seiteninhalte nach dem Beschnitt präzise übereinander liegen.
Versionierung
In Prinect Production kann ein "versionierter Workflow" genutzt werden. Hierbei sollen Dokumente, die z. B. gleiche Bilder, aber Texte in unterschiedlichen Sprachen enthalten, möglichst ökonomisch produziert werden. In einem versionierten Workflow ist es nicht erforderlich, für jede Sprache einen eigenen Druckauftrag zu generieren, sondern innerhalb eines Auftrags werden die unterschiedlichen Sprachinhalte als "Versionen" oder "versionierte Anteile" verwaltet. Sprachunabhängige, gleiche Anteile ("Basisanteile") werden nur einmal im Prozess bearbeitet (Farbmanagement, Rendern etc.).
W
Wiederholungsmuster
Ein "Wiederholungsmuster" (Pattern Farbraum) wird genutzt, um einzelne grafische Elemente mehrfach in fester Anordnung zu erstellen. Ein derart gefülltes Objekt kann nicht getrappt werden. Auch kann es zu Abweichungen in der Position zwischen der Ansicht in Acrobat und in der Druckausgabe kommen.
Windows-Dienste
"Windows-Dienste" sind Applikationen, die unter Windows gestartet und beendet werden können, ohne dass sie eine eigene Bedienoberfläche benötigen. Sie können die Dienste in der Windows-Computerverwaltung steuern (Task Manager).