Prozesskalibrierung
Was bedeutet Prozesskalibrierung?
Im Prinect-Umfeld ist mit dem Begriff "Kalibrierung" oder "Prozesskalibrierung" die Normierung der Rasterpunktgrößen im gesamten Druckprozess gemeint. Ein Zuwachs der Rasterpunkte entsteht beim Belichten der Druckplatten (durch Streulicht) und beim Bedrucken des Papiers in der Druckmaschine. Ungenauigkeiten in der Rasterpunktgröße führen zu Fehlern in der Farbtonwiedergabe.
Während der Prozesskalibrierung werden die Rasterpunktgrößen auf dem jeweiligen Ausgabemedium (Druckplatte, Bedruckstoff) mit einem Plattenmessgerät bzw. einem Densitometer ausgemessen und mit den digitalen Soll-Vorgaben verglichen.
Aus der Differenz ergeben sich Kalibrierkurven, mit denen die digitalen Vorlagen korrigiert werden können, sodass im Ergebnis die korrekten Punktgrößen auf den Ausgabemedien vorliegen. Die Kalibrier-Datensätze für die Prozesskalibrierung werden mit der Software "Prinect Calibration Manager" erstellt.
Kalibriergruppen und -datensätze als Kernstück der Kalibrierung
Kalibriergruppen und Kalibrierdatensätze sind die Kernstücke der Kalibrierung.
Ein Kalibrierdatensatz spiegelt die für die Kalibrierung entscheidenden Eigenschaften eines Druckprozesses wider. Er enthält die für die Kalibrierung eines Druckprozesses benötigten Messwertkurven und Kalibrierkurven für bestimmte Farben bzw. Winkel.
Eine Kalibriergruppe umfasst eine Menge von Kalibrierdatensätzen zu einem Ausgabegerät eines Prinect Renderers. Sie dient somit der Organisation der Kalibrierdatensätze der unterschiedlichen Ausgabegeräte.
Bevor Kalibrierdatensätze erzeugt werden können, muss zunächst eine Kalibriergruppe für das jeweilige Ausgabegerät erzeugt werden bzw. vorhanden sein.