Linearisierung und Prozesskalibrierung im Druckprozess
Die Linearisierung umfasst den Ausgabeprozess bis zur Platten- bzw. Filmbelichtung (siehe obiges Bild).
Die Eingangstonwerte aus PDF/PS sollen sich linear zu den Ausgangstonwerten auf Platte oder Film verhalten. Die Flächendeckungswerte werden auf der Platte bzw. dem Film gemessen.
Das Prinzip der Linearisierung ähnelt dem der Prozesskalibrierung, nur dass die Sollwerte linear verlaufen. Das nachfolgende Bild veranschaulicht dies anhand eines Beispiels. Der Nominalwert 75% wird gegen den Nominalwert 55% ausgetauscht, damit der Ausgangstonwert von 75% erreicht wird. Die Linearisierungskurve ergibt sich durch das Spiegeln der Messkurve an der Diagonalen.
Schematische beispielhafte Darstellung für Linearisierung:
Die Prozesskalibrierung umfasst den Ausgabeprozess bis zum Druck auf den Bedruckstoff, siehe Linearisierung und Prozesskalibrierung im Druck-prozess.
Siehe auch Prinzip der Kalibrierung anhand der Prozesskalib-rierung .
Die tatsächliche Flächendeckung auf dem Bedruckstoff für den Nominalwert 50% soll gemäß Prozesskurve z. B. 65% betragen. Dieser Tonwert wird jedoch nicht beim Nominalwert von 50% erreicht, sondern gemäß Messkurve beim Nominalwert 47% für dieses Beispiel. Die Kalibrierkurve ordnet deshalb dem Eingangstonwert 50% den Tonwert 47% zu.
Schematische beispielhafte Darstellung für Prozesskalibrierung: