Bei der Normalisierung werden PostScript-Dokumente interpretiert und ins PDF-Format umgewandelt. Der Prinect Manager ist dafür ausgelegt, dass Dokumente ausschließlich im PDF-Format bearbeitet werden, d. h. alle Arbeitsschritte, die nach der Normalisierung durchgeführt werden, setzen voraus, dass die Dokumente im PDF-Format vorliegen.
Hinweis: Für TIFF/IT-P1-Dokumente wird die CEPS-Konvertierung benötigt.
Für Dokumente, die bereits im PDF-Format vorliegen, wird der Normalizer in der Regel nicht benötigt.
Ausnahmen:
•Transparenzen sollen "flach gerechnet" werden,
•PDF-Dokumente sollen ins PDF/VT-Format konvertiert werden,
•Japanische Fonts sollen eingebunden werden.
Hinweis: Der Normalizer beeinflusst normalerweise eingehende PDF-Dokumente nicht. Ausnahmen von dieser Regel werden im nachfolgenden Text bei den Beschreibungen der einzelnen Parameter explizit erwähnt.
Das Normalisieren wird von einer "Normalizer"-Engine ausgeführt. Die Aufgabe des Normalizers ist es, sicher zu stellen, dass PostScript-Eingangs-Dokumente zur Bearbeitung im Prinect-Workflow im PDF-Format vorliegen und dass sie gegebenenfalls so aufbereitet werden, dass eine möglichst störungsfreie Bearbeitung im weiteren Bearbeitungs-Prozess gewährleistet ist.
Hinweis: Der Normalizer kann in zwei unterschiedlichen Versionen installiert sein (abhängig von der frei geschalteten Lizenz). Daher kann es sein, dass auf Ihrem System nicht alle beschriebenen Funktionen verfügbar sind.
PS-Normalizer
Die Fähigkeiten dieser Normalizer-Version sind etwa vergleichbar mit denen des Adobe Acrobat Distiller, jedoch lässt der Normalizer nur Einstellungen zu, die für die weitere Bearbeitung im Prinect-Workflow sinnvoll sind.
Hinweis: Der Normalizer unterstützt in vollem Umfang PDF-Dokumente bis zur PDF-Version 1.7 (ab Acrobat 8) und PDF/VT-Dokumente (mehrseitiges PDF-Format).
Wenn eingehende PDF-Dokumente (ab PDF 1.4) transparente Ebenen enthalten, können sie so umgerechnet werden, dass es nur noch eine Ebene gibt, in der die einzelnen Ebenen entsprechend ihrem sichtbaren Anteil repräsentiert sind. Es wird empfohlen, die Transparenzen in der "Qualify"- oder in der "Prepare"-Sequenz "flach" zu rechnen. Wahlweise kann das "Flachrechnen" aber auch im angeschlossenen RIP (Raster Image Processor) erfolgen.
Dieses "Flachrechnen" kann vom Normalizer durchgeführt werden (Option "Transparenz beibehalten" deaktiviert). Um Probleme mit Transparenzen zu umgehen, empfehlen wir dringend, die Transparenz-Reduktion in der Prepare-Sequenz zu nutzen oder sie dem RIP zu überlassen.
Für die Normalisierung werden die Dateiformate PDF und PostScript unterstützt. Für TIFF- und JPEG-Dateien kann aufgrund der Vielfalt an Implementierungen nicht garantiert werden, dass sie korrekt bearbeitet werden. Insbesondere wenn Dokumente Sonderfarben enthalten, verhindert dies eine erfolgreiche Normalisierung. Eine Sonderstellung nehmen TIFF/IT-P1-Dokumente ein; sie erfordern die Lizenzierung der CEPS-Konvertierung und können nur über einen Hotfolder verarbeitet werden. TIFF/IT-P2 wird nicht unterstützt.
Bearbeitung von Acrobat Portfolios
Ab der Acrobat Version XI können mehrere PDF-Dateien — und auch zusätzlich Dateien anderen Typs — in einem "Portfolio" zusammengefasst werden. Der Prinect Normalizer kann Acrobat-Portfolios entpacken und enthaltene PDF-Seiten in den jeweiligen Druckauftrag übernehmen. Die Bezeichnung der Seiten orientiert sich am Namen des Portfolios.
Auswahlliste "am"
Wenn in Ihrer Systemumgebung mehrere Normalizer-Engines vorhanden sind, können Sie hier auswählen, welcher Normalizer in dieser Sequenz benutzt werden soll. In der Regel können Sie die Voreinstellung "AllNormalizers" benutzen. Sind in Ihrer Systemumgebung mehrere Prinect-Server vorhanden, können Sie an dieser Stelle einen Server auswählen, der gegebenenfalls weniger ausgelastet ist.