Einführung

Übersicht

Die Lizenzierungs-Software "Heidelberg Prinect Licensing" besteht aus den fol­genden Komponenten:

dem License Server und

dem License Manager.

Architektur einer Prinect-Server-Systemumgebung

In einer Prinect-Systemumgebung wird normalerweise genau ein License Ser­ver eingerichtet. Nur in Ausnahmefällen, d. h. in Systemumgebungen mit sehr vielen Prinect-Anwendungen, kann es sinnvoll sein, mehr als einen License Server zu installieren.

Die License Server-Software stellt die Prinect-Lizenzen bereit. Die Lizenz-Frei­schaltung kann für viele Prinect-Produkte wahlweise über einen Dongle oder über eine Online-Lizenzierung erfolgen. Im ersten Fall muss der Dongle am License Server-PC gesteckt sein. Dabei ist zu beachten, dass ein Prinect License Server jeweils nur einen Dongle unterstützt. Demzufolge darf auch nur ein Dongle am License Server-PC gesteckt sein. Andere Dongle dürfen nicht gesteckt sein. Einige Produkte können nur mit einer Online-Lizenzierung frei geschaltet werden.

Der License Server ist eine reine "Server-Applikation", d. h. er besitzt keine eigene Bedienoberfläche. Als entsprechende "Client"-Applikation stellt der License Manager die Bedienoberfläche für die Prinect-Lizenzierung zur Verfü­gung.

In dieser Client-Server-Architektur gelten folgende Regeln:

Mit jeder License Server-Installation wird auf dem License Server-PC immer auch ein License Manager installiert, der nach der Installation am License Server angemeldet ist.

Zusätzlich wird auf jedem PC, auf dem ein Prinect-Software-Produkt ins­talliert wird, ebenfalls ein License Manager installiert. Ist in der System­umgebung bereits ein License Server vorhanden, wird während der Installation der Computer-Name bzw. die IP-Adresse des License Server-PCs abgefragt. Der License Server-PC muss in der Netzwerk-Umgebung erreichbar sein. Ist noch kein License Server installiert, kann der License Server zusammen mit der Prinect-Anwendung auf einem Anwendungs-PC installiert werden. Jeder in der Systemumgebung vorhandene License Manager wird auf diese Weise als "Client" am License Server angemeldet und kann den License Server bedienen.

Jeder Prinect-Anwendung muss ebenfalls der Computer-Name bzw. die IP-Adresse des License Server-PCs bekannt sein, da nur über eine Ver­bindung zum License Server eine Freischaltung der Software ermöglicht wird.

Das Kern-Element des License Servers ist der "Lizenz-Datenspeicher (License Data Store, LDS)". Im Lizenz-Datenspeicher werden alle lizenzierten Optionen der vom License Server verwalteten Prinect-Anwendungen gespeichert.

Der Lizenz-Schutz kann entweder über einen Dongle oder online über eine Internet-Verbindung zum Heidelberg Trust Service gewährleistet werden. Diese Verbindung wird über das Prinect Maintenance Center hergestellt. Welcher Schutz aktiviert wird, entscheidet sich während der Installation der License Manager-Software. Siehe Erst-Installation.

Für den Online-Schutz benötigen Sie einen Installations-Code. Siehe Installations-Code anfordern.

Für den Dongle-Schutz benötigen Sie einen USB-Dongle. Der Dongle muss am License Server-PC gesteckt sein.

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Hinweis: Durch erneutes Starten des Installations-Prozesses kön­nen Sie vom Dongle-Schutz zum Online-Schutz wechseln. Dann wird kein Dongle mehr benötigt.

Die einzelnen Options-Freischaltungen werden über Lizenzschlüssel (License Keys) gesteuert. Durch Eingabe eines Lizenzschlüssels im License Manager werden in der Regel mehrere Lizenz-Optionen freigeschaltet. Zusätzlich bietet ein License Server maximale Flexibilität bei der Nutzung von umlaufenden Lizenzen (siehe Lizenz-Typen).

In der License Server-Architektur stellen die License Server-Software, der Lizenz-Datenspeicher und der Online-Schutz bzw. der Dongle voneinander abhängige Bausteine dar. Nur wenn alle Bausteine vorhanden und miteinander verbunden sind, können Prinect-Lizenzen frei geschaltet werden.

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Normalerweise kann die Heidelberg Prinect Licensing-Software (License Server und License Manager) zusammen mit einer Prinect-Anwendung installiert wer­den, d. h. der License Server wird auf einem Prinect-Anwendungsrechner ins­talliert, z. B. auf einem Prinect Integration Manager-Server. In einer größeren Systemumgebung mit mehreren Prinect-Anwendungen kann es sinnvoll sein, einen separaten License Server-PC zu nutzen. Wenn die License Server-Soft­ware auf einem separaten PC installiert werden soll, finden Sie eine entspre­chende Installations-Anleitung im Kapitel "Installation". Siehe Installation.

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Hinweis: Sie können den License Server ausschließlich auf einem Windows-PC installieren (die Installation auf einem Mac OS X-PC wird nicht unterstützt). Mac-Anwendungen können auf den License Server eines Windows-PCs zugreifen.

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Hinweis: Wenn mehrere Prinect-Anwendungen mit unterschiedli­chen Versionsständen auf einen License Server zugreifen, stellen Sie sicher, dass die License Server-Version immer der neuesten Prinect Software-Version entspricht, die in der Systemumgebung vorhanden ist. License Server und License Manager müssen nicht unbedingt den gleichen Versionsstand aufweisen.

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Hinweis: Von einem Prinect Anwendungs-PC kann immer nur auf einen License Server zugegriffen werden. Dies gilt auch, wenn auf dem Anwendungs-PC mehr als eine Prinect-Anwendung installiert ist.