Lizenzdatenspeicher (LDS)

Der Lizenzdatenspeicher (License Data Store, LDS) ist das Kernstück der Lizenz-Verwaltung. Der LDS ist eine Sammlung von Dateien, in denen alle Lizenz-Informationen (feste und umlaufende Lizenzen) des License Servers abgelegt sind. Im laufenden Betrieb steht der LDS in ständigem Kontakt mit dem Dongle bzw. im Falle des Online-Schutzes mit dem Heidelberg Trust Ser­vice. Der Dongle bzw. der Heidelberg Trust Service übernimmt Lizenzierungs-Informationen aus dem LDS und gleicht seine internen Daten im laufenden Betrieb ständig mit dem LDS ab.

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Vorsicht: Wird ein Dongle mit einem License Server betrieben, der nicht die korrekten LDS-Daten liefert, wird der Dongle als "nicht aktiviert" markiert. Sie sollten nun auf keinen Fall im Register "Ein­stellungen > LDS reparieren" einen Reparaturvorgang bei gesteck­tem Dongle durchführen. In diesem Fall kann der Dongle zwar vorü­bergehend in der Software "aktiviert" werden, jedoch ist dann der bestehende LDS nicht mehr gültig und Sie müssen den Dongle mit einem "Reduction Key" komplett zurücksetzen lassen und alle Lizenzschlüssel neu beantragen. Den Reduction Key und die Lizenz­schlüssel erhalten Sie von der Heidelberg-Lizenz-Abteilung.

Um den Dongle vor einer solchen Sperrung zu bewahren, muss z. B. beim "Umzug" eines Prinect License Server-PCs auf eine andere Hardware der LDS zunächst gesichert werden, z. B. auf einem USB-Stick. Nach der Installation der License Server-Software muss der LDS dann auf dem neuen PC importiert werden, bevor der Dongle am neuen PC gesteckt wird. Zum Sichern und Importieren des LDS stehen entsprechende Optionen im License Manager zur Verfügung (siehe LDS exportieren bzw. LDS importieren).

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Hinweis: Um solche Probleme, die mit einem Dongle auftreten kön­nen, zu vermeiden, wird dringend empfohlen, zur Software-Zertifi­zierung zu wechseln.

LDS Sicherungsmaßnahmen

Um den LDS in jedem Fall funktionsfähig zu erhalten, auch wenn z. B. die Fest­platte des License Server PCs beschädigt werden sollte, bietet der License Manager Möglichkeiten, den LDS zu sichern.

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Hinweis: Es wird dringend empfohlen, den LDS nach jedem neuen Lizenzierungs-Vorgang auf einem externen Datenträger zu sichern (siehe LDS exportieren).

LDS-Sicherungskopien

Im License Manager können Sie ein Sicherungsverzeichnis für den LDS definie­ren. Dieses Sicherungsverzeichnis sollte im Idealfall auf einer zweiten Fest­platte des License Server-PCs, auf der die License Server-Software nicht ins­talliert ist, eingerichtet werden. Wenn im License Manager ein Sicherungsverzeichnis definiert ist, werden LDS-Sicherungskopien täglich im Sicherungsverzeichnis abgelegt. Für Daten, die älter als ein Monat sind, wird jeweils ein monatlicher Stand im Sicherungsverzeichnis erhalten. Ist kein Sicherungsverzeichnis definiert, werden keine LDS-Sicherungskopien gespei­chert (eine detaillierte Beschreibung hierzu siehe Ordner für LDS Sicherungskopie festlegen bzw. ändern).

LDS exportieren / importieren

Um sicher zu stellen, dass Ihre Prinect-Anwendungen auch dann nutzbar sind, wenn der License Server ausfällt (Hardware-Schaden des License Server-PCs, Verlust der LDS-Daten, u.s.w.) empfehlen wir dringend, die LDS-Daten nach jeder Änderung an den Lizenzierungs-Daten auf einen externen Datenträger zu exportieren. Die LDS-Daten können auf ein mobiles Speichermedium (z. B. USB-Stick) oder auf ein Laufwerk eines anderen Rechners in der Netzwerk-Umgebung gesichert werden.

Absicherung gegen Ausfall des Prinect License Server-PCs

Um für den Fall, dass der License Server-PC ausfällt, möglichst schnell die Lizenzierung Ihrer Prinect-Anwendungen wiederherzustellen, können Sie fol­gendermaßen vorgehen:

Einen Ersatz-License Server-PC bereit stellen

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Hinweis: Wenn Sie planen, einen Ersatz-License Server-PC zu ins­tallieren, bedenken Sie die Fähigkeit der Prinect-Anwendungen zur Lizenz-Pufferung (siehe Lizenz-Puffer).

Wenn Sie sofort nach Ausfall des License Servers über die License Server-Funktionalität verfügen wollen (oder müssen), können Sie einen zweiten PC als Ersatz-License Server-PC installieren, ihn jedoch nicht aktivieren, d. h. keinen Dongle stecken (Dongle-Schutz).

Wenn Sie den Online-Schutz verwenden wollen, sollte auf diesem PC noch keine Prinect Licensing-Software installiert werden. Halten Sie in diesem Fall den Installations-Code bereit und installieren Sie die Prinect Licensing-Soft­ware, wenn dieser Rechner zum Einsatz kommen soll.

Der Ersatz-PC sollte den gleichen Rechner-Namen erhalten wie der Original-License Server-PC, jedoch nicht eingeschaltet bzw. in die Netzwerk-Umgebung eingebunden sein.

Nach dem Ausfall bzw. Abschalten des Original-License Server-PCs starten Sie den Ersatz-License Server-PC. Wenn Sie den Online-Schutz verwenden, instal­lieren Sie die Prinect Licensing-Software und geben während der Installation den Installations-Code ein. Siehe Erst-Installation.

Anschließend importieren Sie die gesicherten LDS-Daten vom USB-Stick oder von einem frei gegebenen Netzwerk-Laufwerk eines anderen Rechners, auf das die LDS-Daten exportiert wurden, im License Manager.

Wird der Dongle-Schutz verwendet, kann anschließend der Dongle gesteckt und im License Manager aktiviert werden (siehe LDS importieren). Nun ist der neue License Server betriebsbereit.

Durch die Vergabe des gleichen Rechner-Namens ist dieser Rechner nach dem Ausfall des Original-License Servers sofort für die Prinect-Applikationen erreichbar. Weicht der Rechner-Name ab, muss der neue Name erst den Pri­nect-Applikationen als neuer License Server bekannt gemacht werden.

Wenn Sie keinen Ersatz-License Server-PC "vorhalten" wollen, können Sie nach Ausfall des Original-License Servers entweder einen neuen Rechner mit passendem Betriebssystem einrichten und auf diesem PC die License Server-Software installieren, oder Sie verwenden einen bereits genutzten PC in der Systemumgebung und installieren auf diesem Rechner die neueste Version der License Server-Software. Importieren Sie dann die LDS-Sicherungsdaten, ste­cken Sie anschließend den Dongle und aktivieren Sie ihn im License Manager (falls der Dongle-Schutz genutzt wird).

Auch in diesem Fall sollten Sie beachten, dass Sie eventuell den neuen Rech­ner-Namen an allen Prinect-Anwendungen als License Server-Name bekannt machen müssen.

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Vorsicht: Exportierte LDS-Daten, die sich auf Zeit-begrenzte Lizen­zen (für den Demo- oder Startmodus) beziehen, können nach einem Export-Import-Vorgang beim Übergang auf einen anderen License Server-PC ungültig werden.