Bogen-Optimierungen

Die Lizenz "Gang & Sheet Optimizer" ist die Voraussetzung für die Funktionalität der automa­tischen Bogen-Optimierung.

In Zusammenhang mit dem Arbeitsmodus "Sammel-Optimierung" ist die Bogen-Optimierung obligatorisch.

Die Bogen-Optimierung liefert Algorithmen zur kostengünstigen Platzierung von Nutzen auf einem oder über mehrere Druckbogen. Bei unterschiedlich hohen Auflagen und Nutzengrößen ergibt sich durch die Optimierung oft ein erhebliches Einsparpotential.

Die Kostenparameter für die Bogen-Optimierung können im Job und unter Ressourcen gespei­chert werden. In der Bedienoberfläche kann entschieden werden, welche Quelle benutzt wer­den soll. Wenn die Option "Nutze Optimierungs-Parameter aus Plattenstandbogen" aktiviert ist, werden die Parameter aus der Ressource "Plattenstandbogen" herangezogen, ansonsten aus dem Job.

Die Bewertungskriterien für die Qualität können unabhängig davon im Job als zusätzliche Parameter für die Optimierung definiert werden.

Diese Funktionen stehen im Arbeitsmodus "Sammel-Optimierung" in den folgenden Ausprä­gungen zur Verfügung:

Bogen-Optimierung ohne Layoutvorgabe

Bogen-Optimierung mit Layoutvorgabe

Bogen-Optimierung Verpackung

Die Art der Optimierung kann im Arbeitsschritt "Teilprodukt" ausgewählt werden.

Siehe zum Arbeitsablauf auch das Video-Tutorial Sammel-Optimierung mit Bogen-Optimierung ohne Layoutvorgabe.

Automatische Optimierung

Alle Arten der Optimierungen werden über den Arbeitsschritt "Optimierung" eingestellt.

Sie können alle Parameter gemäß Ihren Wünschen setzen und einen Optimierungsdurchlauf starten.

Alle drei Grund-Algorithmen ("Horizontal", "Vertikal" oder "Generell") errechnen ein Ergebnis mit einem möglichst minimalen Überschuss für die jeweiligen Nutzen. Der errechnete Über­schuss ist mindestens erforderlich, um die geforderte Stückzahl aller Nutzen zu gewährleisten.

Manuelle Optimierung (Grundlagen Theorie)

In aller Regel ist der erste automatische Optimierungsdurchlauf als Vorschlag aufzufassen, der durch weitere Manipulationen an Ihre Anforderungen angepasst werden kann.

Oft sind dann auf dem Druckbogen noch freie Flächen, die mit weiteren Montageblöcken gefüllt werden können. Diese Flächen wurden mit Absicht nicht automatisch vorbelegt, damit Sie selbst bestimmen können, wie Sie sie nutzen möchten. Besonders dann, wenn die gefor­derten Stückzahlen der Nutzen sehr unterschiedlich sind (z. B. Montageblock 1 mit 20000 geforderten Kopien und Montageblock 2 mit 400000 geforderten Kopien), werden tendenziell mehr freie Flächen erzeugt, als wenn die Stückzahlen relativ gleich groß sind.

An diesem Punkt können Sie nun selbst entscheiden, wie Sie mit den freien Flächen umgehen möchten. D. h. Sie können weitere Optimierungsschritte vornehmen, die speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Es gibt dabei grundsätzlich zwei Vorgehensweisen:

Sie können die freien Flächen füllen, indem Sie für einzelne Montageblöcke die Anzahl der Kopien pro Druckbogen erhöhen. Damit erzeugen Sie einen "künstlichen" Überschuss, der nicht notwendig ist, um die geforderte Stückzahl aller Montageblöcke zu liefern. Dieser Überschuss könnte jedoch speziell für Ihre individuellen Bedürfnisse sinnvoll sein.

Sie können durch Verschieben von Montageblöcken die Anordnung in der Weise komprimieren, dass Sie u. U. als Ergebnis mit einem kleineren Papierformat auskommen. Dann haben Sie auch die Möglichkeit, den Plattenstandbogen auszutauschen und ggf. eine kleinere Druckplatte zu verwenden. Aber auch ohne Verschiebungen kann sich die Wahl eines kleineren Papiers oder Plattenstandbogens anbieten, wenn die Ränder links, rechts und/oder oben entsprechend groß sind.