Kalibrierdatensatz neu erzeugen (Linearisierung)
1. Klicken Sie auf "Linearisierung".
2. Selektieren Sie die gewünschte Kalibriergruppe und öffnen Sie diese.
3. Klicken Sie auf den Button "Neu".
Linearisierung: Bereich "Winkel"
Hier definieren Sie, für welche Winkel Sie Linearisierungskurven erstellen möchten. Die Winkel sind durch die Farben des Rastersystems identifiziert. Die Zuordnung der Farben zu den Winkeln erfolgt im RIP.
Im Gegensatz zur Prozesskalibrierung gibt es nur eine Messwertkurve pro Winkel. D. h. die in der Prozesskalibrierung vorhandene Möglichkeit der Mittelung mehrerer Messwertkurven entfällt in der Linearisierung.
Benutzerdefinierte Rastersysteme können mehr als die 4 Standardwinkel für CMYK aufweisen. Wenn Sie ein solches Rastersystem auswählen, erweitert sich die Oberfläche im Bereich "Winkel" über die CMYK-Winkel hinaus (siehe später unten).
Grundsätzlich kann man folgende beiden Situationen unterscheiden:
• Die Rasterfeinheit für die verschiedenen Winkel ist gleich oder sehr ähnlich. In diesem Fall kann eine Linearisierungskurve für alle Winkel verwendet werden.
• Die Rasterfeinheit für die verschiedenen Winkel ist sehr unterschiedlich. In diesem Fall sollten Sie für Winkel unterschiedlicher Rasterfeinheit auch unterschiedliche Linearisierungskurven verwenden. (Ein feineres Raster weist typischerweise andere Punktzuwächse auf als ein grobes Raster.)
Bedienung für die unterschiedlichen Fälle jeweils anhand eines Beispiels
• Standard-Fall: Die Farben CMYK haben eine sehr ähnliche Rasterfeinheit. Es wird eine Linearisierungskurve für K erstellt und auch für CMY verwendet:
• Die Farben CMK haben eine ähnliche Rasterfeinheit, aber z. B. für Y wird ein feineres Raster verwendet (Rastersystem "IS Y fine"). Es wird eine Linearisierungskurve für K erstellt und auch für CM verwendet. Für Y muss eine gesonderte Linearisierungskurve erstellt werden:
• Sie haben ein benutzerdefiniertes Rastersystem mit mehr als 4 Winkeln. Die Rasterfeinheit für die verschiedenen Winkel ist gleich oder sehr ähnlich. Deshalb können Sie eine Linearisierungskurve für alle Winkel verwenden.
Setzen Sie dazu die Option "Jeder Winkel":
• Sie haben ein benutzerdefiniertes Rastersystem mit mehr als 4 Winkeln, z. B CMYK, Orange und Green. Die Farben CMK, Orange und Green haben eine ähnliche Rasterfeinheit, aber z. B. für Y wird ein feineres Raster verwendet.
Es wird eine Linearisierungskurve für K erstellt und auch für CM, Orange und Green verwendet. Für Y muss eine gesonderte Linearisierungskurve erstellt werden.
"Verwende für andere Winkel die Kurve für den Winkel": Hier können Sie wählen, welche der beiden Linearisierungskurven (die für K oder für Y) für die übrigen Winkel (Orange und Green) angewendet werden soll (in diesem Beispiel ist es K bzw. Black):
• Sie haben ein benutzerdefiniertes Rastersystem mit mehr als 4 Winkeln, z. B CMYK, Orange und Green. Die Nicht-CMYK-Winkel Orange und Green benötigen jeweils andere Linearisierungskurven als die CMYK-Winkel.
Diesen Fall lösen Sie über getrennte Kalibrierdatensätze. Der erste Kalibrierdatensatz definiert die Linearisierungskurven für CMYK. Für jeden anderen Winkel, für den eine CMYK-Linearisierungskurve nicht passt, definieren Sie einen gesonderten Kalibrierdatensatz.
Für einen Nicht-CMYK-Winkel setzen Sie die Option "Winkel gegeben durch einen Namen (außer CMYK)" und wählen Sie darunter den Winkel (hier z. B. "Green") aus, für den dieser Kalibrierdatensatz definiert wird:
Linearisierung: Bereich "Kurveninitialisierung"
• "Kurveninitialisierung > Verwende adaptiven Zugriffsalgorithmus für die Kurveninitialisierung":
Wenn für verschiedene Rasterfeinheiten eines Rastersystems Linearisierungskurven vorhanden sind, ist es möglich, eine Linearisierungskurve für eine bis dahin nicht linearisierte Rasterfeinheit zu errechnen.
D. h. wenn z. B. Linearisierungskurven für ein 60-er und 80-er Raster vorliegen, könnte man daraus für ein 70-er Raster eine Linearisierungskurve interpolieren, so dass man für dieses Raster nicht eine neue Linearisierung vornehmen muss.
Bereich "Iterative Linearisierung"
Die Funktion "Iterative Linearisierung" entspricht in der Prozesskalibrierung der Funktion "Iterative Kalibrierung", siehe Abschnitt "Iterative Kalibrierung" in der Prozesskalibrierung.