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Ausgabe über eine ImposedPrint-Sequenz

Der Einsatz einer ImposedPrint-Sequenz empfiehlt sich immer dann, wenn komplexe Bogen-Layouts ausgegeben werden sollen, die unterschiedliche Seitenformate und/oder spezielle Marken enthalten. Dies gilt insbesondere auch für den Druck von Verpackungs-Layouts.

Die Ausgabe über eine ImposedPrint-Sequenz empfiehlt sich z. B. in folgenden Anwendungsfällen:

Der Druckbogen ist wesentlich größer als das Seitenformat / die Seitenformate der Dokumente.

Ein Druckbogen enthält Seiten unterschiedlicher Formate und Ausrichtung (Hoch- Querformat) – gegebenenfalls auch Seiten unterschiedlicher Druckprodukte (Sammelaufträge).

Für spezielle Marken ist die Marken-Bibliothek der Prinect Signa Station erforderlich.

Der Finishing-Prozess stellt spezielle Anforderungen.

Neben diesen Anforderungen gibt es noch weitere Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, wenn ein Auftrag für die Digitaldruck-Ausgabe vorbereitet wird:

Der Auftragstyp

Standard-Auftrag

Alle Aufträge, die nicht Sammelaufträge sind oder die keine variablen Daten enthalten, können in Prinect als Standard-Aufträge behandelt werden.

Aufträge mit variablen Daten (PDF/VT)

Mit Prinect und einer Digitaldruckmaschine können Druckaufträge mit variablen Daten vorbereitet und ausgegeben werden. Für die Vorbereitung der Ausgabe von variablen Daten gibt es in Prinect unterschiedliche Szenarien:

aBearbeitung einer Multipage PDF-Datei (einer PDF-Datei, die extrem viele Seiten enthält) im Cockpit: Solche PDF-Dateien können mit der Option "Normalisierung" einer Qualify-Sequenz vorbereitet und optimiert werden. Eine Multipage-PDF-Datei kann zu einer PDF/VT-Datei konvertiert werden. Diese Konvertierung bietet den Vorteil einer höheren Bearbeitungsgeschwindigkeit bei der Behandlung mit dem Farbmanagement und beim Weiterleiten des Auftrags an die Druckmaschine. Siehe Bereich "PDF + PDF/VT".

bFür periodisch wiederholte Aufträge kann eine PDF/VT-Datei als Vorlage und eine CSV-Datei ("Character separated Values") mit Inhaltsdaten genutzt werden.

cMit der Prinect PDF Toolbox kann eine PDF/VT-Datei erzeugt werden und als Multipage PDF-Datei im Cockpit mit einer Qualify-Sequenz bearbeitet werden.

Aufträge mit variablen Daten können in der Prinect Signa Station vorbereitet und über eine ImposedPrint-Sequenz im Arbeitsschritt "Digitaldruck" an die Druckmaschine weitergeleitet werden. Siehe auch Ausgabe von variablen Daten als Bogendruck.

Sammelaufträge

Beim Erstellen von Sammelaufträgen für die Digitaldruck-Ausgabe müssen häufig Elemente aus unterschiedlichen Druckaufträgen oder mit unterschiedlichen Designs auf den einzelnen Druckbogen so platziert werden, dass die bedruckbare Fläche optimal genutzt wird, um Produktionskosten einzusparen.

Häufig wird angestrebt, Druckaufträge mit standardisierten Finishing- und Konvertierungsprozessen zu produzieren. Mit steigender Anzahl individueller Druckaufträge ist es irgendwann nicht mehr sinnvoll, alle Produktionsschritte manuell zu bearbeiten.

Auf der anderen Seite nimmt die Verwendung von Druckformaten größer als SRA3 zu. Beispiele für diesen Trend sind Maschinen wie die Jetfire 50 mit einem B3-Bogenformat (353 x 500 mm).

Im Digitaldruck unterscheiden sich die Anforderungen an das Ausschießen von Sammelaufträgen von den Anforderungen im Offsetdruck. Typischerweise werden beim Digitaldruck die gedruckten Bögen mit Formaten größer SRA3 im Modus "Cut & Stack" geschnitten, während beim Offsetdruck die Druckbogen in der richtigen Reihenfolge gestapelt und einfach geschnitten werden, ohne dass eine Neu-Sortierung der Bogen erforderlich ist. Dieses "Sammeln über den Stapel" ist eher ein Sortierprozess, der während der Layoutgestaltung des Sammelauftrags ausgeführt wird, als ein Bogenseiten-Optimierungsprozess.

Um einen effizienten Produktionsprozess zu erhalten, müssen die Druckaufträge z. B. nach Bedruckstoff, Seitenanzahl, Seitenformat oder Finishing-Anforderungen sortiert werden.

In der aktuellen Prinect-Version können die Sammelauftrags-Elemente bzw. Druckaufträge in der Prinect Signa Station sortiert werden. Allerdings basiert die Aufteilung der einzelnen Aufträge oder Seiten-Elemente nicht auf den Kriterien der Finishing-Prozesse (z. B. "Cut & Stack"), sondern auf der Optimierung der Druckbogen. Die verfügbaren Filter für Sammelaufträge müssen entsprechend für kommerzielle Digitaldruck-Ausgaben angepasst werden.

Finishing-Prozess

Der Finishing-Prozess bestimmt signifikant die Anforderungen an die Layout-Erzeugung in einem Digitaldruck-Workflow weil die Art, mit der ein gedrucktes Produkt geschnitten, gefaltet und gebunden oder anders nach dem Druck bearbeitet wird, bereits bei der Gestaltung des Bogen-Layouts berücksichtigt werden muss. Die Finishing-Prozesse erfordern präzise abgestimmte Ausschieß-Schemata. Soll das Finishing automatisiert erfolgen, müssen die Bogen-Layouts mit den Maschinen-Spezifikationen kompatibel sein – z. B. für die Platzierung von Barcodes, für das Definieren der Bogen-Bereiche für die Auftragsnummern, etc.

Wenn Sie spezielle Marken für das Finishing benötigen, müssen diese gegebenenfalls in der Prinect Signa Station auf den betreffenden Bogen platziert werden.

Wenn z. B. für einen Druckauftrag die fertig bedruckten Bogen mit der Finishing-Funktion "Cut & Stack" bearbeitet werden sollen, d. h. die Bögen werden in kleinere Bereiche zerschnitten und in einer speziellen Reihenfolge gestapelt, sollte typischerweise die Signa Station für die Erstellung des Bogen-Layouts verwendet werden und die Ausgabe sollte mit der ImposedPrint-Sequenz erfolgen. Der Grund liegt darin, dass die Signa Station die präzise Kontrolle der Ausschieß-Schemata ermöglicht. Dies betrifft vor Allem die für die Endverarbeitung relevanten Parameter wie die Auslage-Reihenfolge, die Definition und Positionierung der Schneidemarken und die Gestaltung des Bogen-Layouts.

Anforderungen an die Bogen-Gestaltung

Bogen-Layouts, die speziellen Anforderungen genügen müssen, z. B. für das Falzen oder Binden, werden besser mit der Prinect Signa Station erstellt. Für einfache Druckaufträge, z. B. Ausgabe von Einzelseiten, genügt es, eine PagePrint-Sequenz zu verwenden.

Wiederholaufträge und Layout-Vorlagen

Häufig nutzen periodisch wiederholt zu druckende Aufträge wiederverwendbare Layout-Vorlagen. Für diese Zwecke wird empfohlen, die Layout-Vorlagen mit der Prinect Signa Station zu erstellen.

Kenntnisstand der Benutzer

Die Prinect Signa Station bietet mehr Möglichkeiten und Präzision bei der Layout-Gestaltung, erfordert jedoch mehr Kenntnisse und Erfahrung als die Ausgabe über eine PagePrint-Sequenz, die auch für weniger erfahrene Benutzer nutzbar ist.

Layout-Erzeugung mit der Prinect Signa Station

Für die Nutzung einer ImposedPrint-Sequenz ist ein mit der Signa Station erzeugtes Bogen-Layout erforderlich. Um ein für den Digitaldruck passendes Layout zu erzeugen, müssen zuerst die benötigten Ressourcen an der Signa Station erstellt werden.

Entsprechend einem Offsetdruck-Layout müssen zuerst Parameter wie die verwendete Druckmaschine, das Bogenformat, Ausschießschemata, Druckmarken etc. an der Signa Station erzeugt werden. Welche Parameter im Einzelnen benötigt werden hängt vom Grad der Automatisierung und von anderen Anforderungen an die Konfiguration ab.

In der Signa Station-Software muss die verwendete Digitaldruckmaschine unter "Digitaldruckmaschinen" ausgewählt werden.

Automationsgrad

Kommerzielle Digitaldruck-Aufträge können im Prinect Production Manager mit unterschiedlichem Automationsgrad erstellt und ausgeführt werden:

Manuell mit einer PagePrint-Sequenz

Manuell mit der Signa Station

Automatisch mit einem Smart Automation-Workflow unter Beteiligung einer PagePrint-Sequenz

Automatisch mit einem Smart Automation-Workflow unter Beteiligung des Signa Station Servers

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