Farbkontrollstreifen-Editor 

Mit diesem Editor erstellen/bearbeiten Sie einen Farbkontrollstreifen, der als Ressource unter "Marken" gespeichert wird.

Der Farbkontrollstreifen zeigt immer mindestens eine Sequenz aller Farben an. Die Anzahl der Farben und der Elemente pro Farbe für die Flächendeckungswerte ist parametrierbar.

Nachfolgende Grafik zeigt ein Beispiel für vier Farben mit jeweils drei Elementen. Die Ele­mente haben einen schwarzen Rahmen und sind beschriftet.

Beispiel: Farbkontrollstreifen

S_Farbkontrollstreifen.png

 

Siehe hierzu auch Beschreibungen im Abschnitt "Editoren für Marken, Farbkontrollstreifen, Farbabnahmestreifen":

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Zusätzliche Attribute für Farbkontrollmarken

Im Farbkontrollstreifen-Editor stehen bei Auswahl des Markentyps "Farbkontrollmarke" zwei zusätzliche Attribute zur Steuerung der Farbkontrollmarke zur Verfügung:

Farbkontrollmarke (mit automatischer Anpassung)

Der druckbogenbezogen gesetzte Farbkontrollstreifen wird auf das Sujet zugeschnitten. Bei der Beschneidung auf das Sujet werden etwaig angeschnittene Farbfelder ganz hinzugenom­men und der Farbkontrollstreifen wird plattenzentrisch gesetzt. Sollen Farbfelder über das Sujet hinausragen (z. B. bei kleinen Sujets, die das Papier nicht ausfüllen), kann die Anzahl dieser Felder definiert werden.

Mit der Angabe "Mindestanzahl Felder" können Sie festlegen, wieviel Felder der Farbkontroll­streifen mindestens enthalten muss, um ein Beschneiden der Positionsmarkierungen inner­halb des Streifens zu vermeiden.

Bei großen Sujets, bei denen der Farbkontrollstreifen bereits durch die Anpassung an das Sujet die erforderliche Größe erreicht, hat die Einstellung keine Auswirkung.

Die Einstellung ist also sinnvoll bei kleinen Sujets, die das Papier nicht voll ausnutzen, um zu vermeiden, dass der Farbkontrollstreifen zu klein wird.

Die eventuell notwendigen zusätzlichen Felder werden gleichmäßig auf beiden Seiten hinzu­gefügt.

Farbkontrollmarke (mit automatischer Positionierung)

Auf dem Druckbogen werden von der Signa Station geeignete nutzenfreie Bereiche gesucht und die Farbkontrollmarken dort automatisch platziert.

Die Farbkontrollmarke mit automatischer Positionierung beinhaltet immer auch die automati­sche Anpassung. Beim Anwählen der Option "Farbkontrollmarke (mit automatischer Positio­nierung)" wird daher automatisch auch die Option "Farbkontrollmarke (mit automatischer Anpassung)" aktiviert.

Wie auch schon bei "Farbkontrollmarke (mit automatischer Anpassung)" wirkt sich der neue Markentyp nur auf Marken aus, die druckbogenbezogen gesetzt wurden. Die Positionierung erfolgt unabhängig vom gewählten Hotspot und gewählten Bezug (Papier, Platte, etc.). Die Marken werden automatisch an das Sujet angepasst.

Bei der Suche nach freien Flächen für die Farbkontrollmarke wird der Beschneidungspfad der Marke berücksichtigt.

Steht auf dem Papier in Suchrichtung kein ausreichender Platz für die Marke zur Verfügung, wird diese aus dem Papier 'geschoben'. Bei der Ausgabe erscheint dann eine entsprechende Warnung, dass sich Farbkontrollmarken ausserhalb des Papiers befinden.

Bei der Suche nach einer geeigneten Position für die Farbkontrollmarke werden ausschließlich die Beschneidungspfade der auf dem Druckbogen platzierten Seiten zu Grunde gelegt.

Zusätzliche Optionen bei "Farbkontrollmarke (mit automatischer Positionierung)"

"Suchrichtung": Die Suchrichtung gibt die Startposition und die Richtung an, in der nach einem freien Platz für die Farbkontrollmarke gesucht werden soll.

·"von unten nach oben": Es wird am unteren Papieranfang zuzüglich des Greiferrandes nach einer freien Position für die Farbkontrollmarke gesucht. Ist dort nicht ausreichend Platz, wird die nächste freie Position nach oben gewählt.

·"von oben nach unten": Es wird ausgehend von der oberen Papierkante nach einer freien Position für die Farbkontrollmarke gesucht. Bei nicht ausreichendem Platz wird die nächste freie Position nach unten gewählt.

·"von der Mitte nach oben": Ausgehend von der Papiermitte wird in Richtung nach oben nach einem freien Platz für die Farbkontrollmarke gesucht.

·"von der Mitte nach unten": Ausgehend von der Papiermitte wird in Richtung nach unten nach einem freien Platz für die Farbkontrollmarke gesucht.

·"zentrische Position": Ausgehend von der Papiermitte wird in beide Richtungen nach einem freien Platz für die Farbkontrollmarke gesucht.

"Verschiebung": Die Verschiebung gibt den Offset in Y-Richtung an, um den die Marke verscho­ben werden soll. Ist die Option "Achsensymmetrische Position für Schön- und Widerdruck" nicht ausgewählt, wirkt sich der Offset nur aus, wenn an der Startposition genügend freier Platz für die Farbkontrollmarke vorhanden ist. Steht nicht genügend Platz zur Verfügung, so wird die Marke an der nächsten freien Stelle entsprechend der Suchrichtung positioniert. Die Verschie­bung wird in diesem Fall nicht mehr berücksichtigt.

"Rand unten/oben": Farbkontrollmarken mit automatischer Anpassung werden normalerweise direkt an die Seite gelegt, so dass ein Rand mit Papierweiß um den Messstreifen fehlt. Inpress Control oder auch Image Control benötigen Farbkontrollmarken mit einem solchen Rand für eine vernünftige Messung. Über die zwei Felder "Rand unten" und "Rand oben" kann ein Rand definiert werden, der bei der Suche nach einer freien Stelle auf dem Papier berücksichtigt wird, so dass der Farbkontrollstreifen nicht mehr direkt an der Seite positioniert wird.

"Achsensymmetrische Position für Schön- und Widerdruck": Bei Auswahl dieser Option wird die Marke auf dem Schön- und Wiederdruck achsensymmetrisch verschoben, damit z. B. bei dün­nem Papier Messergebnisse nicht durch die durchscheinenden Marken verfälscht werden.

Dabei wird die Marke auf dem Schöndruck immer in Richtung untere Papierkante und die Marke auf dem Widerdruck immer in Richtung obere Papierkante verschoben. Für die Suche nach einer freien Position für die Farbkontrollmarke muss daher ausreichend Platz für beide Marken (inklu­sive der Verschiebung) vorhanden sein. Die Verschiebung wirkt sich in diesem Fall nicht nur an der Startposition aus, sondern wird generell eingerechnet.

"Suchrichtung im Widerdruck bei Umstülpen umkehren"

Bei aktivierter Option wird der Farbkontrollstreifen bei Schön- und Widerdruck an dieselbe Stelle gesetzt, was bei Druckmaschinen mit Wendeeinheit und internem Farbmesssystem notwendig ist. Beim Anlegen neuer Farbkontrollstreifen ist die Option standardmäßig aktiviert.

"Marke nicht im Greiferrand oder außerhalb des Papieres ausgeben":

Bei einer Farbkontrollmarke mit automatischer Positionierung kann es unter bestimmten Vor­aussetzungen vorkommen, dass diese in den Greiferrand oder außerhalb des Papieres gesetzt wird. Diese Positionierung ist für Farbkontrollmarken nicht sinnvoll.
Bei gesetzter Option wird diese Marke bei der Ausgabe ignoriert und nicht in das PDF-Marken­layer geschrieben. Diese Einstellung ist insbesondere beim Arbeiten mit dem Signa Station Ser­ver wichtig.
Bei nicht gesetzter Option erscheint eine Fehlermeldung mit der Möglichkeit die Ausgabe abzu­brechen.

"Warnung, wenn Marke von Inpress Control nicht messbar"

Das Messsystem Inpress Control kann auf dem Bogen gesetzte Farbkontrollstreifen automa­tisch während des Druckens messen. Da die Papierführung von Druckanfang zum Druckende des Bogens allerdings abnimmt, kann u. U. der hintere Teil des Druckbogens beginnen zu flat­tern. Damit ist es Inpress Control nicht mehr möglich, den Farbkontrollstreifen in jedem Fall zu fokussieren und zu messen. Deshalb gibt es bei Verwendung von Inpress Control die Vor­gabe, den Farbkontrollstreifen ab Druckanfang bis zur Mitte des Papiers zu platzieren und nicht darüber hinaus.

Bei der automatischen Platzierung des Farbkontrollstreifens kann es aber vorkommen, dass weder am Papieranfang noch bis zur Mitte des Bogens ausreichend Platz für den Farbkontroll­streifen vorhanden ist. er wird dann an der nächsten freien Stelle positioniert. Dies hat zur Folge, dass Inpress Control den Farbkontrollstreifen nicht mehr auswerten kann

inpresscontrol_setwarning.png

 

Für diesen Fall kann bei der Ausgabe der Bogen eine Warnung ausgeben werden, indem die Option "Warnung, wenn Marke von Inpress Control nicht messbar" aktiviert wird. Wird dann ein Bogen mit einem Farbkontrollstreifen oberhalb der Papiermitte ausgegeben, so erscheint eine Fehlermeldung, die auf das Problem hinweist:

inpresscontrol_warning.png

 

Mit dieser Warnung ist es möglich, Aufträge, die mit dem Signa Server bzw. dem Signa GangServer verarbeitet werden, automatisiert abzubrechen. Dazu muss in der Fehler­meldung die Option "Dieses Fenster nicht mehr zeigen" aktiviert und die Frage mit "Nein" beantwortet werden. Nach anschließender Übertragung der unterdrückten MessageBoxen auf die Server, werden Aufträge, die diese Kriterien nicht erfüllen, abgebrochen. Das bietet Ihnen die Möglichkeit vor dem Druck den Farbkontrollstreifen in einen für Inpress Control messbaren Bereich zu setzen.

Diese einschaltbare Warnung steht nur für Farbkontrollstreifen mit automatischer Positionie­rung zur Verfügung, da für diese die endgültige Position auf dem Bogen erst zum Ausgabezeit­punkt feststeht.

Grafik-Bereich

"+"-Lupe: grafische Darstellung größer zoomen

"-"-Lupe: grafische Darstellung kleiner zoomen

"Beschriftung unterdrücken": Ein-, Ausblenden der Beschriftung der Elemente (Farbkürzel und Flächendeckungswert).

"Elemente ohne Rahmen": Ein-, Ausblenden der schwarzen Umrandung eines Elements. Wenn die Option ausgeschaltet ist, kann es im Prinect-Workflow zu Problemen kommen. Siehe dazu Farbkontrollstreifen.

"Breite": Gesamtbreite des Farbkontrollstreifens. Der Wert wird ggf. in der Weise gerundet, dass nur ganze Vielfache von Sequenzen entstehen.

"Anzahl Elemente": Anzahl der Elemente pro Farbe, für die, die Flächendeckungswerte ange­zeigt werden.

"Elementbreite"

"Elementhöhe"

"Auswahl Farbebenen": Für jede Farbe wird pro Element ein Flächendeckungswert angezeigt. Die Flächendeckungswerte der einzelnen Elemente sind bei allen Farben gleich.

Tabelle mit "Flächendeckung": Hier definieren Sie für jedes Element den Flächendeckungswert, der angezeigt werden soll.