Begriffe zum Thema Punktzuwachs
Siehe Beschaffenheit des Farbfilters => Dichtestatus / Polarisationsfilter .
Der Dichtewert ist ein Maß für die Absorption des Lichts durch eine Farbe. Der Dichtewert wird mit einem Densitometer oder Spektralfotometer ermittelt.
Spektralfotometrische Ermittlung: Der Dichtewert wird anhand numerischer Filterkurven aus dem Spektrum errechnet.
Aus dem Dichtewert wird die tatsächliche Flächendeckung errechnet.
Siehe auch Physikalische Grundlagen zur Dichtewert-Bestim-mung .
•Geometrischer oder physikalischer Flächendeckungswert:
Dieser Flächendeckungswert resultiert aus der rein geometrischen Rasterpunktgröße in der Rasterzelle. Berücksichtigt ist nur der prozessbedingte Punktzuwachs, der sich ausschließlich auf die geometrische Punktgröße auswirkt.
Der optische Punktzuwachs fließt hier nicht ein.
•Tatsächlicher Flächendeckungswert:
Dieser Wert ergibt sich sowohl aus dem prozessbedingten Punktzuwachs als auch dem optischen Punktzuwachs.
Der tatsächliche Flächendeckungswert spiegelt den mit dem Auge tatsächlich wahrnehmbaren Ausgangstonwert auf dem Bedruckstoff wider.
Messung: Der Dichtewert wird mit einem Densitometer gemessen. Aus dem Dichtewert wird die tatsächliche Flächendeckung errechnet.
x-Achse = Nominalwerte
y-Achse = Messwerte
Messkurve Erstellung einer Kalibrierkurve (Prozesskalibrierung)
Hierzu könnte man auch tatsächlicher Ausgangstonwert oder tatsächliche (densitometrische) Flächendeckung sagen.
•Prozesskalibrierung: Nach dem Druck wird der tatsächlich entstandene Tonwert gemessen. Die Messung erfolgt auf dem Bedruckstoff mit einem Densitometer.
Das Densitometer misst, wieviel Licht in einem bestimmten Wellenlängenbereich eine Farbe aufnimmt, d. h. die Absorption. Maß für die Absorption ist der Dichtewert. Der Dichtewert wird in einen Flächendeckungswert umgerechnet. Der tatsächliche Flächendeckungswert ist der gemessene und näherungsweise mit dem Auge tatsächlich wahrnehmbare Ausgangstonwert.
•Linearisierung: Nach der Platten- bzw. Filmausgabe erfolgt die Messung auf der Platte mit einem Plattenmessgerät bzw. auf dem Film mit einem Durchsicht-Densitometer.
Der Unterschied zwischen Nominalwert und Messwert kommt durch den prozessbedingten und den optischen Punktzuwachs zustande (s. o.).
Hierzu könnte man auch Eingangstonwert sagen.
In den Auftragsdaten befinden sich Tonwertangaben, anhand derer gerastert wird. Die Größe eines Rasterpunktes ist als Eingangswert eine rein geometrische Größe. D. h. ein Nominalwert von 50% ist ein Tonwert von 50%, bei dem 50% einer Rasterzelle bedeckt, d. h. bedruckt sind.
Der Nominalwert ist der x-Achsenwert in der Prozess- und Messkurve (Erstellung einer Kalibrierkurve (Prozesskalibrierung) ).
Prozesskurve / Prozesskurvensatz
x-Achse = Nominalwerte
y-Achse = Prozesswerte
Prozesskurve Erstellung einer Kalibrierkurve (Prozesskalibrierung) .
Ein Prozesskurvensatz liefert die Prozesskurven für einen bestimmten Farbensatz.
Die Prozesskurvensätze finden Sie als Ressource in "Administration > Prozesskurvensätze" (weitere Erläuterungen "Administration > Prozesskurvensätze" ).
Hierzu könnte man auch gewünschter Ausgangstonwert oder Zieltonwert sagen.
Man weiß, dass gegenüber dem Eingangstonwert oder Nominalwert ein Punktzuwachs erfolgen wird. Man definiert einen Idealwert oder Zielwert für diesen Punktzuwachs. Der Prozesswert besagt, wie groß man sich den Ausgangstonwert idealerweise vorstellt.
Im Druck ergibt sich dann i. d. R. eine Abweichung zwischen Prozesswert und Messwert. Durch Kalibrierung werden die Eingangstonwerte vor dem Rastern dahingehend verändert, dass die Prozesswerte tatsächlich erreicht werden, siehe auch Prinzip der Kalibrierung anhand der Prozesskali-brierung .
Der Begriff "Tonwert" wird in mehrfachen Bedeutungen verwendet. Als Nominalwert ist der Tonwert eine Eingangsgröße, die die rein physikalische Größe des Rasterpunktes abbildet. Als Messwert oder Prozesswert ist der Tonwert eine Ausgangsgröße für die tatsächliche Flächendeckung.