Kalibrierung für den Tintenstrahldruck
Aufgrund anderer physikalischer Gegebenheiten unterliegt die Kalibrierung für den Tintenstrahldruck anderen Gesetzmäßigkeiten als für den Offsetdruck.
Die Auflösung ist i. d. R. erheblich niedriger als bei herkömmlichen Auflösungen im Offsetdruck. Dieser Einschränkung steht eine neue variable Größe beim Tintenstrahldruck gegenüber, die Tropfengröße der Tinte. Im Offsetdruck ist die aufgebrachte Farbmenge bei gegebener Volltonfärbung nur über die Anzahl der druckenden Rasterpunkte definiert. Beim Tintenstrahldruck kann zusätzlich zu der Anzahl auch die Größe der Tintentropfen, d. h. die Farbmenge pro Rasterpunkt, variiert werden.
Die Druckqualität hängt maßgeblich davon ab, wie die Tropfenanzahl und Tropfengrößen miteinander kombiniert werden. D. h. die Optimierung findet auf zwei Ebenen bzw. zwei Level statt und wird durch den Begriff "Multilevel Konfiguration" widergespiegelt, siehe Abschnitt "Sonderfall: Kalibrierdatensätze für Tintenstrahldruck".